Die besten Tapes der Woche // Weekly Release

von am

Wir sind gedanklich schon im Weihnachtsurlaub, trotzdem haben wir heute noch die besten Tapes der Woche. Die letzte Weekly Release-Liste des Jahres, gönnt euch!

21 Savage – i am > i was

21 Savage übernimmt die Review-Arbeit für uns direkt mit dem Albumtitel „i am > i was“. Dass Menschen sich im Leben verbessern etc. pp. weiß jeder Kalenderspruch und das wissen auch wir. Aber wenn es um 21s Album geht, dann trifft der Titel voll zu. Er hat sich von seinem letzten Studio-Album „Issa“ deutlich gesteigert. „i am > i was“ ist ein abwechslungsreiches Werk, welches nicht wie ein Abhaken einer Songs-die-man-für-garantierten-Erfolg-auf-seinem-Album-haben-muss-Liste anhört, sondern lediglich sein Facettenreichtum zum Ausdruck bringt: Ein Memphis-inspirierter Dirty-South-Banger gemeinsam mit Yung Miami von den City Girls, („a&t“) ein ehrlicher Herzschmerz-Song („ball w/o you“), ein Track für alle ASMR-Fans („asmr“) und sogar ein Song für die Mama („letter 2 my momma“). Pech für diejenigen, die ihre Jahreslisten schon abgegeben haben. „i am > i was“ ist definitiv Anwärter für eines der besten US-Rap-Alben dieses Jahr.

Lieblingstracks: „a&t“, „ball w/o you“

Greeny – Ich. Liebe. Geld 3

Die nächste Runde ist eingeläutet: Greeny rappt wieder über die Liebe und das Geld und wickelt uns im 3. Teil der „Ich.Liebe.Geld“-Reihe wie gewohnt mit gewaltigen Trapbangern um den Finger. Zwischen Trust-Issues und Digitaler Liebe fährt der Berliner mit dem Taxi von Moabit nach Adlershof und ist iced out mit Yamamoto und Ferragamo-Belt! Insgesamt ist der aktuelle Teil von “Ich.Liebe.Geld” wieder melodiöser und ruhiger als der Vorgänger – Greeny zeigt uns zum wiederholten Mal, dass er einer der wenigen in Deutschland ist, der den Trapfilm verstanden hat.

Lieblingstracks: „Vertrauen“, „Noch nie gesehen“

Dead Rabbit – Bright Lights + Dark Shades

Dead Rabbit lädt zum großen Come Together ein und einige der bedeutendsten Stimmen deutscher Popkultur folgen. Während kein Zweifel daran besteht, dass die wavy Beats sowohl für Rap-Bretter als auch für Pop-Hymnen den perfekten Unterbau liefern, drehen hier auch die Vocal-Artists zu Höchstleistungen auf, statt wie auf anderen Samplern oft in der Mittelmäßigkeit zu verschwinden. Auch wenn manche Songs wie „Seitdem ich Musik liebe“ mit Samy Deluxe und „Ja, Nein, Vielleicht“ mit Bausa aufgrund ihrer Konzepte vielleicht nicht ganz zünden, bleibt das Endprodukt ein unfassbar gutes Produceralbum mit einigen Features, die wir sofort ins Herz schließen können.

Lieblingstracks: „Trittbrett“, „Unterschicht“, „Container“, „Mad Vibes“

A Boogie Wit da Hoodie – Hoodie SZN

Obwohl wir schon seit Monaten versteckt in unseren Kapuzenpullis herumstreifen, hat nun auch New Yorks Hoodie-König A Boogie die „Hoodie SZN“ eingeleitet. Nach einem unglaublich steilen Karriere-Start – 2017 zum XXL Freshmen gekürt und mit „Artist“ hat er wohl einen der stabilsten Erstlinge überhaupt hingeblättert – ging’s weiter mit Hits über Hits und einem Atlantic Records-Deal. Die ganze Bergfahrt gipfelt nun im nächsten Langzeitspieler und gleichzeitig zweiten Studioalbum: „Hoodie SZN“ lässt A Boogies übertrieben smoothen Flow in einer perfekten Symbiose aus HipHop und R&B verschmelzen. Obendrauf gibt’s noch hochkarätige Featuregäste und genau die richtige Dosis Schlafzimmer-Sound.

Lieblingstracks: „Voices In My Head“, „Just Like Me“ feat. Young Thug