Die besten Tapes der Woche // Weekly Release

von am

Es ist Sonntag und die Sonne scheint – Lasst also das Wochenende entspannt ausklingen mit einer kleinen, aber nicen Auswahl an neuen Releases, die euch vergessen lassen, dass morgen wieder Montag ist.

J.Cole – KOD

Ob nun Kids on Drugs, King Overdose oder Kill Our Demons, nach dem Trailer am Donnerstag warteten wir gespannt auf “KOD“. Die drei Titel lassen bereits erahnen, worum es inhaltlich in den zwölf Tracks gehört. Cole betont aber, dass er damit keinesfalls Drogen glorifizieren möchte. Als sein Alter Ego kiLL Edward gebührt J.Cole sich selbst die Ehre auf den Tracks „The Cut Off“ und „FRIENDS“. Ansonsten gibt’s traditionsgemäß auch auf „KOD“ keine Features. Auf Tracks wie „ATM“, „Motiv8“ und „Photograph“ hört man ihn wieder ordentlich flowen. Zum Ausgleich gibt es aber auch entspanntere Tracks mit souligem Gesang. Nice!

Lieblingsstrack: „Motiv8“

Mauli – autismus x autotune

Nach mehreren Releasedatum-Änderungen hat das lange Warten ein Ende und wir bekommen Maulis zweites Album „autismus x autotune“ zu hören. Mauli legte bereits mit dem Snippet “autismus x autotür“ einen stabilen Promomove hin und unterhielt uns alle mit originellen Parodiesongs von aktuellen Trends im Deutschrap. Auf „autismus x autotune“ behält Mauli seinen Humor und die Ironie bei. Er stellt fest, dass es nicht einfach sei, ein Hipster zu sein, denn “gestern war es noch Supreme heute ist es Suizid“. Er kann aber auch anders! Inhaltlich gibt das Album mehr als nur Humor her. Auf traplastigen Beats finden Themen wie Liebe , Kleptomanie und Detox vom Leben auch ihren Platz. Mit dem in Eigenregie geführtem und produziertem „autismus x autotune“ hat Mauli ein waschechtes DIY-Projekt hingelegt. Wir feiern es!

Lieblingstracks: „Licht“, „Kugeln“ und „Manchmal“

Eunique – Gift

Nach langem Training im Bootcamp, wie zu sehen in ihrer eigenen Reality-Sendung „Becoming Eunique“, hat sich der Fleiß ausgezahlt. Mit „Gift“ legt Eunique aka Gefährliche Kobra ein Debüt mit geballter Girl Power hin. Auf Auskopplungen wie “Giftig“ oder “Genau so“ (feat. Veysel) konnte sie bereits mit krassen Rapskills und „Singsang als Bonus“ überzeugen. Wie zu erwarten, findet sich diese Performance mit enormer Power auch auf “Gift“ wieder. Produziert wurde das Ganze unter anderem von ihrem Manager Michael Jackson, der das Soundbild vor allem durch Trapbeats und Autotune geprägt hat. Außerdem dürfen Kobra Militär-Ultras sich über die Bonus Ep und Live CD freuen. „Gift“ kommt genau rechtzeitig zum schönen Wetter!

Lieblingstracks: „Cannabis“, „Bad Gyal“ und „Giftig“

Riff Raff – Alcoholic Alligator

Nur ein paar Monate nach „Cool Blue Jewels“ released Riff Raff ein neues Album namens „Alcoholic Alligator“, bestehend aus 14 Tracks, darunter zwei Remixes. Als Features hat der Künstler, übrigens mit deutschen Wurzeln, unter anderem Rulah Rah, Iceman und Young Hu$tle ins Studio geholt. Raus gekommen ist ein abwechslungsreiches Album, das melancholische („As I Look Around“), düstere („Grams at Midnight“) und funky-experimentelle („Movie“) Facetten bietet. Insgesamt trotzdem recht traplastig, teilweise ein recht holpriger Flow, aber die Euphorie und Leidenschaft des Weirdos steckt an und lässt einen jeden Song fühlen.

Lieblingstrack: „Movie“