Die besten Musikvideos des Monats: Mai // Visualizing Music

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Ja, es ist jetzt Sommer und ihr habt vielleicht besseres zu tun, als Videos zu schauen. Aber vielleicht, nach einem langen Tag am See, ein paar Bier und frischen Früchten, kommt ihr einfach mal zu Ruhe und schaut euch die besten Musikvideos des letzten Monats an, die unser Autor Till Wilhelm für euch zusammengestellt hat.

10

T-Pain – It’s My Dog Birthday (R: Andy Koeger)

Wir haben uns alle etwas Spaß und Seelenfutter verdient, oder? T-Pain ist nicht nur ein gottverdammter HItgarant, sondern hat auch kürzlich dieses süße Video veröffentlicht, in dem er die offensichtlich beste Geburtstagsparty der Welt schmeißt. Wenn ihr euer Haustier liebt, zeigt ihm dieses feuchtfröhliche Spektakel. Welcher ist euer Lieblingshund aus dem Video? Schreibt’s in die Kommentare.

09

Fatoni – Clint Eastwood (R: Yann Berrai)

Fatoni ist full auf Promophase und hat neben unzähligen Interviews wohl auch noch genug Zeit, um ein paar schöne Videos abzudrehen. Der neueste Streich ist von der Serie „King of Queens“ inspiriert – 90ies Kids will remember. Dazu werden nicht nur einige Szenen aus dem Original-Intro aufgegriffen, das Video erzählt auch die Geschichte einer erwachsenen Rappers, der sich zu alt fühlt für die ganzen Teenie-Hypes. Ganz nebenbei gibt’s auch noch ordentlich Gast-Stars zu sehen!

08

SLAV – SKLAD (R: Boril Stefanov & Lukas Permoser)

SLAV ist ein Newcomer aus Wien, Mitbewohner von Jugo Ürdens und einer meiner Favoriten zurzeit. Vor kurzem hat er sein Debütalbum „SKLAD“ veröffentlicht, zum Titeltrack dann auch noch ein Video, das sich ordentlich sehen lässt. Zwischen cleanen Shots und Lofi-Camcorder-Aufnahmen zeigt uns der junge Mann seinen Alltag zwischen Skaten, Liveshows und Rumhängen. Spannend ist dabei vor allem, wie sich die Shots zu einem visuellen Teppich zusammenweben, in dem sich das Leben vor unseren Augen abspielt. Außerdem sieht es einfach alles verdammt cool aus.

07

Ebow – 4.20 (R: Elif Küçük)

Als ich den Track auf Ebows letzten Album zum ersten Mal gehört habe, habe ich ihn gedanklich eher als Kifferhymne wahrgenommen, das neu erschienene Video gibt allerdings eine weitere Perspektive auf den Titel frei. So zeigen sich die wahren Qualitäten des gemeinsamen Quarzens: Das Zwischenmenschliche, das Intime, die Freundschaft, die sich innerhalb der Gang abspielt. Die Visuals sehen dazu noch dank der schönen Locations und des krassen Stylings so schön eigen und ästhetisch aus, dass sich Ebow mal wieder in diese Liste hier reinkatapultiert.

06

Lil Nas X feat. Billy Ray Cyrus – Old Town Road (R: Calmatic)

J@WOLL @LDER. War ja klar, das zu dem Hit des Jahres noch ein fulminantes Video erscheint. Nicht nur das Storytelling ist hier der Wahnsinn, sondern auch die Inspiriertheit der kleinsten Details. Ein wahrer Kurzfilm sind diese Visuals, ein Geschütze-Auffahren der obersten Liga. Die Gastauftritte von Vince Staples, Rico Nasty und Diplo machen den Braten noch fetter und jeder Shot strotzt von Humor. Zudem ist Calmatic ein Regisseur, den langsam jeder Rapfan auf dem Schirm haben sollte.

05

Blood Orange feat. Puff Daddy & Tei Shi – Hope (R: Devonte Hynes)

Kommen wir zum absoluten Gegenpol zur Star-Kultur von „Old Town Road“: Bei Blood Orange wird wieder mal das Kollektiv embracet, denn auch wenn im Video beispielsweise Tyler, the Creator, A$AP Rocky und natürlich Puff Daddy zu sehen sind, geht es hier in erster Linie um das musikalische und visuelle Endprodukt. Und das ist einfach schön, kreativ und ästhetisch.

04

slowthai feat. Skepta – Inglorious (R: Crowns & Owls)

Die erste Hälfte von slowthais neuester Videosingle aus seinem Album „Nothing Great About Britain“ schlägt so ziemlich alles, was sonst so diesen Monat erschienen ist. Stark von Stanley Kubrick inspiriert beeindruckt das Video nicht nur inhaltlich, sondern auch durch die Kameraführung und den Schnittrhythmus. In der zweiten Hälfte beim Skepta-Part flachen die Visuals dann leider extrem ab, auch wenn das immer noch Jammern auf hohem Niveau ist. Dafür ist der Gastpart dann an sich natürlich geil.

03

OG Keemo – Tanamo (R: Breitband)

Auch OG Keemo hat ein neues Tape rausgebracht. Auf „Otello“ rappt der Flowgott ganz gemütlich über Boom Bap-Bretter, natürlich aus der Feder von Funkvater Frank. Als visuelle Untermalung für die Hood-Hymne „Tanamo“ hat sich der Mannheimer wohl von Breaking Bad inspirieren lassen, zumindest werden stabil Drogenköche in Wohnmobilen überfallen. Keemo und die Gang machen dabei das, was sie am besten können: Unglaublich roughe Energie austrahlen und wie die coolsten Motherfucker wirken, die auf dieser Erde wandeln.

02

Tyler, the Creator – EARFQUAKE (R: Wolf Haley)

Mit „EARFQUAKE“ hat Tyler den Track von seinem neuen Album „IGOR“ ausgekoppelt, mit dem alles losgeht. Er handelt von dem überwältigenden Gefühl des Verliebtseins, aber gleichzeitig von den Schwierigektien, dem ersten Herzensbrechen. So fängt auch die Performance im Video clean und leidenschaftlich an, bevor alles, inklusive Tylers Herzen, abbrennt. Als Feuerwehrmann verkleidet taucht er sodann wieder auf und versucht, wie auf dem Rest des Albums, die Brandherde der Beziehung zu löschen. Auch bemerkenswert sind nicht nur die Tanzskills des Flower Boys, sondern auch dessen stilistische Entwicklung.

01

Die Orsons – Grille (R: Monica Menez)

Die Orsons sind nicht nur das Boyband-Aushängeschild der Deutschrapszene, sondern auch einige der kreativsten und weirdesten Künstler der Szene. Ihr neues Video, mit dem sie ihr kommendes Album ankündigen, ist so absurd und trotzdem so stylisch, wie es wohl kaum eine andere Crew hinbekommen könnte. Außerdem zeigen sie das Wichtigste: Es ist Zeit für Sommerhits.