Die besten Musikvideos des Monats: Februar // Visualizing Music

von am

Sechs Tage zu spät, dafür umso unterhaltsamer, haben wir für euch mal wieder die besten Musikvideos des letzten Monats parat. Vorhang auf, Licht aus, Popcorn gepoppt und Bild an!

10

Fuchy Feat. LAHVA – Praliné (R: Jazz Bina)

Fuchy präsentiert nach seinem Debüttape „420“ endlich wieder neues Material und das noch gleich in Pralinenform. Schmeeeeeeckt! Das Video ist zwar recht simpel gehalten, mutet aber durch die Hochglanzshots und die sanften Kamerafahrten fast wie eine Werbung an (und nichts anderes sind Musikvideos ja auch im Endeffekt). Zwischen angenehmer Erotik und goldglänzenden Oberflächen schmiegt sich das Video an den zart-süßen Sound des Songs.

09

Higher Brothers Feat. Ski Mask The Slump God & Denzel Curry – One Punch Man (R: Justin Staple)

Die Task Force „One Punch Man“ kommt in deinen Streetwear-Laden, dein Yogastudio, deinen Kampfsport, um dich zu zerstören. Ungefähr das habe ich aus dem neuen Video der Higher Brothers gezogen. Das Ganze ist dabei so humorvoll gestaltet, dass man über den dreieinhalb-minütigen Blockbuster fast die Musik vergisst, weil man nur gebannt auf den Bildschirm starrt.

08

Blvth – Cool Song (R: Felix Aaron)

Cool, cool, cool, Blvth. Über die Betitelung als bestes Musikvideo der Welt sollten wir vielleicht nochmal unter vier Augen reden, aber sonst gibts hier wirklich kaum was zu meckern. Das Video zu „Cool Song“ steckt voller einzigartiger Kreativität und verarbeitet so einiges aus den Social-Media-Dimensionen, die mittlerweile weit größer sind als irgendwelche musikalischen Anstrengungen deutscher Künstler.

07

CupcakKe – Squidward Nose (R: Logan Fields)

Wer kennt nicht die Enttäuschungen eines Penis, der so weich ist wie Thaddäus Tentakels Nase? Wahrscheinlich kaum jemand. CupcakKe verpackt diese Erfahrung in einen catchy Song und dreht dazu noch ein unfassbar unterhaltsames Video ab. Das sieht nicht nur schön aus, sondern entführt uns auch noch in eine perversierte Unterwasserwelt à la Spongebob.

06

Doja Cat Feat. Rico Nasty – Tia Tamera (R: Roxana Baldovin)

Doja Cat und Rico Nasty wurden vom Fernsehen der 1990er Jahre verschluckt und mit diesem Video wieder freigelassen. Darin performen sie nicht nur einen gottverdammten Hit, sondern referenzieren noch allerlei Sendungen, die wir aus der Kindheit kennen. S/O „Sister, Sister“! Die absolute Bubblegum-Welt wirkt dabei keineswegs erschlagend, sondern höchst unterhaltsam – Jetzt gibt’s Double Trouble!

05

Ebow – K4L (R: Mirza Odabasi)

Ebow widmet sich den ernsteren Seiten des Lebens: „K4L“ ist ein Song für all jene, die aufgrund ihres „nicht-deutschen“ Aussehens ihr ganzes Leben lang in Deutschland diskriminiert wurden – Und davon gibt es einige. Im Video sind genau diese Personen repräsentiert, denn darum geht es auch: Visibilität. Nebenbei spricht die minimalistische Performance auch andere Themen an, von Polizeibrutalität bis zu medialer Hetze.

04

Ari Lennox & J. Cole – Shea Butter Baby (R: Bennett Johnson)

Auf „Shea Butter Baby“ besprechen Ari Lennox und J. Cole eine Beziehung aus den Perspektiven der beiden Hauptfiguren. Das Video mit seinen gedeckten, stimmigen Farben und den langsamen, schönen Kamerafahrten liefert dafür nicht nur die perfekte Atmosphäre, sondern zeigt auch, was dabei in den Köpfen der Sprecher so abgeht. Mein Herz weint zu diesem Song.

03

TUA – Wem mach ich was vor (R: LEONELRUBEN)

„‚Wem mach ich was vor‘ ist ein Song über das Hinwegkommen. Von wem oder was, bleibt offen. Weil jeder das Gefühl kennt, stark sein zu wollen und unter der Last des Vermissens zu zerbrechen.“ – sagt TUA. Das vermittelt auch das Video mit seinen Weiten der Schneelandschaft und den Engen des Hotels, in denen sich das hier präsentierte Pärchen aufhält. Und wie schnell Liebe in Angst umschwingen kann. Und wie man sich trotzdem vermisst. Stark!

02

slowthai – Peace Of Mind (R: THE REST)

Slowthai sucht den Seelenfrieden – und sucht vergeblich. Denn er träumt von einem Leben, dass er nicht kriegen kann. Das Video zeigt uns diese Erfahrung anhand seiner Albträume auf, in denen nichts so ist, wie es ist, und das meiste nur ein Bild für die Kamera. Und hinter dem ganzen Trubel um einen der besten Newcomer aus UK bleibt die Realität doch beängstigend.

01

Nura – Was Ich Meine (R: Franz Becker)

Nura kommt ohne großartige technische Finesse oder krasse Effekte aus, dafür ist die Idee und der Move umso großartiger. Während es im Song darum geht, einfach Geld zu verdienen und sien eigenes Ding zu machen, hängt Nura im Video im Katja Krasavice (!) und Cherry Rebelle (!!) rum, wirft mit den Scheinen um sich und lässt sich von leichtbekleideten Männern bedienen. So ist das eben, wenn man als Frau gerade Rapdeutschland im Alleingang gefiqqt hat.