Die besten Musikvideos des Monats: Oktober // Visualizing Music

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Diesen Monat erging eine regelrechte Flut von bemerkenswerten Musikvideos über uns. Die zehn (beziehungsweise zwölf) besten davon hat unser Autor Till Wilhelm mal wieder für euch rausgesucht. Lehnt euch zurück, schnappt euch Popcorn und Glühwein und genießt die besten Videos des SPUKTOBERS.

10

Jay Rock Feat. Jeremih – Tap Out (R: Daniel Russell)

Auch die Safe For Work-Version dieses Videos ist ganz gut, aber diese hier noch besser. Viel ist dazu eigentlich nicht zu sagen: Jay Rock und Jeremih hängen im Strip Club rum und die Tänzerinnen sind hypnotisierend. Das Konzept für dieses Video ist einfach und dennoch extrem gut umgesetzt. Sieht gut aus, passt alles, danke an alle Beteiligten!

09

Dizzee Rascal Feat. Skepta – Money Right (R: Romain Chassaing)

Dizzee Rascal und Skepta liefern einen beeindruckenden Kurzfilm, um ihr Gangstertum ein für alle Mal festzuhalten. Inspektor Rascal und Komplize Skeppy räumen die Dealerlandschaft Londons auf ihre eigene Weise auf und kümmern sich auch um die Polizei, also achtet besser darauf, dass die beiden ihr Geld bekommen!

08

slowthai – Rainbow (R: THE REST)

Zu dem starken Song, in dem slowthai das Rassendenken der Gesellschaft anspricht, gibt es auch noch ein starkes Video. Gerade zur spooky Season passend steht er darin von den Toten auf und verwandelt sich langsam aber sicher in King Kong, der kurz darauf erschossen wird. So stellt sich das Scheitern in der Gesellschaft und die Entfremdung von derselben für slowthai dar und das ist verständlich.

07

Mick Jenkins – Understood (R: Nick Walker)

Mick Jenkins istendlich richtig zurück. Nach enigen EPs kam jetzt endlich das Album „Pieces of a Man“ und es ist verdammt gut. Während er auf dem Song seine Position im Game klarmacht, präsentiert das Video auf multiple Weise Vater-Sohn-Beziehungen. Dass die dabei ebenso schön wie kompliziert sind, dürfte klar sein. Kombiniert mit der Line „Ol‘ head hit me with the head nod“ kann das Video auch auf den Generationenkonflikt in der HipHop-Szene anspielen: Mick Jenkins hat eine gute Beziehung mit den Vätern dieser Kultur.

06

OG Keemo – Trap (R: Breitband)

Helal Keemo ist weiterhin on the rise und das zurecht. Auch wenn ich mir persönlich hier und da etwas mehr Tiefgang von ihm wünschen würde, macht er alles, was er macht, unfassbar gut. Daran haben auch seine Begleiter von Breitband einen Anteil, die seine abgrundtiefe Coolness in Videoform festhalten. Hier stechen unter anderem eine atemberaubende Beleuchtung und Kameraarbeit heraus, außerdem: Wie schafft OG Keemo es nur, beim Cornflakes Essen so verdammt cool auszusehen?

05

Kuso Gvki – Konichiwa (R: Younes Labdi, Juraj Fortwängler)

Und auch Kuso Gvki meldet sich mit einem wunderschönen Video zurück. Die Maske ist anscheinend wirklich zerbrochen und das Wunderkind macht sich auf zu neuen Ufern. Das Album kommt und das erste Video dazu mutet als Thriller an, atmosphärische, ästhetische Shots paaren sich mit den ausgefeilten Melodien des Songs. Ich bn gespannt, was da als Nächstes auf uns zukommt.

04

Anderson .Paak Feat. Kendrick Lamar – Tints (R: Colin Tilley)

Anderson .Paaks lang erwartetes Album „Oxnard“ steht vor der Tür und das ist eine Freude für uns alle. Auf der ersten Single „Tints“ versuchen die beiden zu erklären, wieso sie die getönten Scheiben brauchen, Privatsphäre ist eben wichtig. Das Video geht noch einen Schritt weiter und zeigt dem Zuschauer, was wohl alles passieren würde, wenn man in dieser Welt nichts mehr verstecken könnte. Hervorragend und humorvoll umgesetzt ist dieses Musikvideo so unterhaltsam, wie es nur geht.

03

Joji – Wanted U (R: Michael La Burt) & Test Drive (R: James Defina)

Das erste Doppel in dieser Liste kommt von Joji, der nicht nur ein atemberaubendes Album abgeliefert hat, sondern auch einige sehr schöne Videos. In den Visuals zu „Wanted U“ stellt er sich als Rockstar dar und schöner geht es wahrscheinlich nicht. Irgendwo zwischen Horror- und Roadtrip klagt Joji sein Leid und überzeugt mal wieder mit seiner gehörigen Portion Weirdness.

Auch das Video zu „Test Drive“ ist bemerkenswert: Das Thema einer Beziehung, die nur als Testfahrt funktioniert, spiegelt sich darin wieder, dass Joji hier als Crashdummy auftritt. Zwei wunderbare Videos, die die spooky Atmosphäre der Songs perfekt einfangen.

02

Billie Eilish – hostage (R: Henry Scholfield) & when the party’s over (R: Billie Eilish)

Das zweite Doppel kommt von Billie Eilish: Die gerade mal 16-jährige Sängerin macht gerade die wohl besten Pop-Songs unserer Zeit und liefert dazu auch noch richtig starke Videos. Die Visuals zu „hostage“ handeln von einer toxischen Beziehung, in der sich Billie Eilish selbst als Abuserin einsetzt. Die Choreographie dazu ist der Wahnsinn, die Postproduktion macht den Rest des Jobs.

Hier kann ich mich kaum entscheiden, was ich besser finde, denn im Gegensatz zu den aufwendigen Visuals zu „hostage“ ist das Video zur zweiten Single ganz simpel und dennoch extrem aussagekräftig, und dazu: komplett echt. Das Jungtalent nimmt Einiges in Kauf, um ihre ästhetischen Vorstellungen umzusetzen.

01

Kali Uchis Feat. Steve Lacy – Just A Stranger (R: BRTHR)

Kali Uchis liefert seit Monaten ständig unfassbar gute Videos. Daran dürfte nicht nur hr Budget Anteil haben, sondern auch ihr unfassbarer Ideenreichtum. Zwischen süß-klebrig und albtraumhaft schwankt dieses Video, dass sich detailverliebt mit unserer Beziehung zu Geld auseinandersetzt und dabei die poppigen Melodien um schwerwiegende Sozialkritik erweitert. Denn: Hinter Kali Uchis steckt mehr als poppiger Sound, das ganze Album „Isolation“ ist voller relevanter Themen und Statements, die konsequent übersehen werden.