Tua – Wem mach ich was vor // Video

„Manchmal lauf‘ ich irgendwo vorbei und seh‘ dort alles was wir waren“.

Wenn uns jemand verlassen hat, lässt uns das Ego eine Lüge leben. Es bringt nichts, sich das Gegenteil einzureden, das Unterbewusstsein wird es immer wieder an die Oberfläche schwemmen. Beispiel gefällig? Euer Partner hat euch verlassen und ihr lauft an dem Imbiss vorbei, an dem ihr regelmäßig essen wart. Für andere nur ein normaler Imbiss, aber für euch ein Ort, der euch an jedes einzelne Wort und an jeden einzelnen Blick erinnert, den ihr dort ausgetauscht habt. Für alle, die sich damit identifizieren können (Kein Mensch, wer nicht) – und höchstwahrscheinlich auf für sich selbst hat Tua „Wem mach ich was vor“ geschrieben. Die besten Songwriter erkennt man daran, dass sie so simple und doch so tiefe Gefühle so umschreiben können, dass sich jeder darin wiederfindet. So ist es auch mit der dritten Album-Auskopplung, die leicht elektronisch und poppig angehaucht daher kommt. Tua bedient sich an den Worten wie ein Chirurg und legt unsere verletzten Seelen frei. Wem machen wir eigentlich etwas vor? Wir alle hoffen, „dass wir wieder werden, was wir nie waren“.