Redaktionscharts: Artur Kasper // Jahresrückblick

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2018 neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu und wir blicken mal wieder zurück. Insgesamt war vieles schlecht, vieles langweilig, vieles einfach nur verachtenswert. Musikalisch gesehen gab es zum Glück dennoch einige teilweise sehr helle Lichtblicke. Aber weil auch das bekanntlich Geschmackssache ist, haben wir unsere Schreiberlinge auch dieses Jahr gefragt, welche zehn Momente, Songs, Alben, Pranks oder was auch immer ihr HipHop-Jahr geprägt haben. Heute ist unser Punchline Quiz-Master Artur an der Reihe.

10

DCVDNS gets 10,000 $ from Lil Gnar

Direkt zu Beginn ein Schmankerl: @DCVDNS, zeig Banküberweisung!

09

Bhad Bhabie (Rapperin)

Bhad Bhabie hat eindrucksvoll bewiesen, dass sie mehr ist als ein catchmeoutside-meme-girl und lieferte dieses Jahr ein sehr gutes Album ab. So ein Selbstbewusstsein hätte ich auch gerne mit 15 gehabt. Oder auch mit 26.

08

Lucio – Anders (Song + Video)

Auch eine Hoffnung für 2019. In dem knapp 1 1/2 minütigen Video steckt schon so viel drin. „Juckt hier keinen, ob du Muskelkater hast. Nur wenn du Kohle, Para hast, bist du was, hier am Rosenthaler Platz.“ Berlin Mitte lebt!

07

The Streets @ Heimathafen Neukölln (Live)

Niemand verpackt ein ganz normales Arbeiterklassen-Leben und Alltagsgeschichten besser und schöner in Songs als es Mike Skinner getan hat. Die Alben gehören zu meinen Alltime-Faves. Ich hatte mich eigentlich nach der Auflösung 2011 damit angefreundet, sie niemals live zu sehen. Umso krasser freut es mich, beim allerersten Konzert nach sieben (!) Jahren dabei gewesen zu sein.

06

Donvtello (Rapper)

Ich hoffe deutscher Memphis-Sound wird 2019 der neue Scheiß. Donvtello aka. Moneymaxxx hat den Shit schon seit Jahren gefressen, diverse Features mit echten Memphis-Legenden und hustelt sich durch den Untergrund. Für mich einer der besten Rapper des Landes.

05

Russischer Rap (Trend)

Russischer Rap in der Pre-Soundcloud Era war hängengeblieben as fuck. RussInnen haben Eminem, 50 Cent & Seryoga gehört und waren immer ein paar Jahre hinter dem Rest der Welt. Das hat sich schlagartig geändert und mittlerweile kommen wirklich sehr gute, progressive Sachen, die mein Russen-und Rap-Herz höher schlagen lassen. Johann Voigt hat für Noisey einen Zweiteiler darüber geschrieben, der u.a. auch aufzeigt wie man als regierungskritische KünstlerIn in diesem Land behandelt wird. (Spoiler: nicht gut)

04

addeN – Hurensöhne (Song + Smartphone Video)

addeN war schon immer eine gute Rapperin. Sei es damals auf Bastards Horrorkore-Label oder bei „Halt die Fresse“ wo sie einfach mal Nates „Sie ist ne Bitch“ feministisch umdeutet. Umso erfreuter war ich als aus dem Nichts ein richtiges Ghetto-Handyvideo mit dem Titel „Hurensöhne“ kam. Berliner Untergrund-Attitüde lebt! Der Song ist krass und ich habe bis 2020 einen Ohrwurm.

03

Mac Miller – Self Care (Song + Video)

Puh, Rest in Peace Mac Miller. Passt bitte auf euch und aufeinander auf Schwestis & Brudis!

02

Tightill x Alphamob – Schwedische Gardinen (Song + Video)

Nein, ich kann nicht in den Knast, ich hab Mama zu doll lieb 🙁 Wer kennt’s nicht? Einer der besten Deutschrap Tracks des Jahres! Und dieses Video ist göttlich. Oberlippenbärte, Ostfriesentee, Keramik-Kaffeekannen. 2019 kommt dann Tightills Überalbum, es macht überall Boom.

01

Tua – Vorstadt (Song + Video)

Kein Hot Take: 90% der Rapszene werden mir zustimmen, wenn ich sage, dass Tua most underrated ist. Ganze zehn verdammte Jahre haben wir auf ein neues Soloprojekt in Albumlänge gewartet. 2019 ist es soweit. Die erste Single ist musikalisch wieder mit sehr viel Liebe zum Detail ausproduziert (deshalb braucht der immer so lange) als auch inhaltlich spannend und mitreissend.