10 Rapperinnen, die man unbedingt kennen muss

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Heute ist Frauentag aka der schlimmste Tag im Internet. Um das Internet heute ein bisschen zu verschönern, stellen wir euch einige unserer liebsten Künstlerinnen vor, die uns wiederum täglich das Leben verschönern. Der perfekte Soundtrack für eure Frauenkampftagsdemo.

01

Nitty Scott

Nitty Scott wurde bekannt bzw. ging viral, wie man 2k16 zu sagen pflegte, mit einem Freestyle über Kanyes „Monster“. Dabei blieb es zum Glück nicht, es folgten zahlreiche Tapes, zum Großteil im klassischen MC-Style. Aber sie kann auch anders, wie sie z. B. in „La Diaspora“ beweist. Tanzbare Beats, einwandfreier Flow und dabei wichtige Lyrics über Kolonialismus und koloniales Denken.

02

Flohio

Truss mi daddy, die Londonerin Flohio wird noch richtig groß. Noch gibt’s noch nicht allzu viel Output, seit ihrer 2016 erschienenen EP „Nowhere Near“ ist auch noch nicht viel geschehen, was aber auch daran liegen könnte, dass sie 9-t0-5 als Grafikdesignerin arbeitet. Ich bitte um Crowdfunding, Flohio braucht mehr Zeit für Musik.

03

IAMDDB

Ihr Rapper könnt ruhig weiterhin davon reden, dass euer Kreis klein bleibt, IAMDDB hat das Kreis-klein-halten-Game perfektioniert. Auf eine coole, solidarische Art und Weise. Sie umgibt sich nur mit Freundinnen, ihre Bookerin ist ihre Freundin, ihre Stylistin ist ihre Freundin, sie fährt zu keinem Auftritt ohne ihre Freundinnen. Wenn sie gerade nicht mit ihren Freundinnen chillt (vermutlich sind sie trotzdem am Start), macht sie wunderbare Musik, die sie selbst „Urban Jazz“ nennt.

04

Dai Burger

Dai Burgers begann als Tänzerin von Lil Mama (wer ahnt noch den „Lipgloss“-Song?), 2010 startete sie dann endlich ihre eigene Rapkarriere mit dem von Junglepussy (die hier nur nicht stattfindet, weil ich hoffe, dass ihr sie schon alle kennt und liebt) gehosteten Mixtape „MyMixxxytape“. Wie ihr Name schon verrät, ihre Musik thematisiert Essen wie keine andere.
Mahlzeit.

05

Kari Faux

Viele kennen Kari Faux aus dem Soundtrack zur Serie „Insecure“. Ansonsten bewegt sie sich irgendwo zwischen Arkansas, Los Angeles und Atlanta und heraus kommt, wo auch immer sie sich herumtreibt, höchstintelligenter, intelektueller, kritischer Rap.

06

BbyMutha

Bei BbyMutha ist der Name Programm. Ich verneige mich vor BbbyMutha, die neben der Kindererziehung auch mal eben eine EP nach der anderen raushaut. Das Family-Business hat BbyMutha jedenfalls perfektioniert, z. B. ist Tochter Khloe einfach mal für ihr Voicetag verantwortlich. Ich wünsche der „black Marge Simpson of Rap“ ganz viele Muttertagsgeschenke.

07

Rico Nasty

Dass ihr euch unbedingt „Insecure“ anschauen solltet, wird spätestens an der zweiten Rapperin, im O.S.T. vorkommt, klar. Irem selbsternannten „Sugar Trap“ und ihr letztes Mixtape „Tapes of Tacobella“ müsst ihr auf dem Schirm haben.

08

Dis

Man weiß nicht viel über Dis, außer, dass sie 17 ist, aus London stammt, bei GB Records gesignt wurde und nebenbei Tim Westwoods Bude zerlegt hat. Ich wünschte, ich hätte mit 17 so viel Selbstbewusstsein gehabt wie Dis in ihrem Rap.

09

Saweetie

„A cash money mama who be dining in Bahamas. Eating fettuccine pasta with the scallops and the lobsters.“ Khias „My Neck, My Back“ ist einer der besten Songs aller Zeiten, daher stehe ich jedem Remake kritisch gegenüber. Saweetie hat es aber geschafft, mit „Icy Grl“ die perfekte zeitgenössische Version daraus zu zaubern. Nur Quotables in dem Song.

10

Asian Doll

Auch wenn Rico Nasty und Asian Doll Beef haben, kann ich mich für keine Seite entscheiden, auch wenn Asian Doll (mit Tour-Kollegin Bhad Bhabie im Gepäck) vermutlich jeden Fight gewinnen würde. Ansonsten hat Asian Doll die klassische, romantische Rapper-Geschichte hinter sich gebracht, die mich trotzdem jedes mal catcht. Aufgewachsen in der Hood, lieber Musikvideos gedreht, anstatt sich einen Job zu suchen, kurz vor dem Abschluss abgebrochen um mehr Zeit für Musik zu haben und dann ging der Plan auf.