Gianni Suave: „Ich will der Beste sein, der deutsche Kendrick.“ // Interview

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Vor etwa zwei Jahren gewann Gianni Suave das Raptags-Finale. Seinen Preis, einen fertigen Vertag mit UNIVERSAL/Chapter One, lehnte er ab. Lieber den eigenen Sound mit der eigenen Crew produzieren. Gianni ist schon lange ein Geheimtipp in der Szene und veröffentlicht jetzt sein erstes Projekt, das auf den Namen „Butter-Tape“ hört. Grund genug für uns mit ihm nicht nur darüber, sondern auch über den abgelehnten Vertrag, Authentizität, die Szene und nachhaltige Musik zu sprechen.

Anderthalb Jahre liegen zwischen dem ersten recordeten Song, dem gewonnen Raptags-Finale und deinem ersten Projekt: „Butter Tape“. Du hast dich nach Raptags dazu entschieden deinen Preis, einen fertigen Vertrag mit UNIVERSAL/Chapter One, abzulehnen – Warum?

Ich habe mir zwei Wochen bevor ich mich bei Raptags beworben habe, mein erstes professionelles Mic in einem Musikladen in Frankfurt gekauft. Aus Jux habe ich damit dann das „Suave Intro“ aufgenommen. Erst dann bin ich über Facebook auf Raptags aufmerksam geworden. In der Anzeige stand, dass jeder – egal, wie weit er käme – ein konstruktives, professionelles Feedback von der Jury zu erwarten hätte. Die Meinung einer erfahrenen Jury hat mich natürlich gereizt. Auf einmal ging dann alles ganz schnell: Mein Song kam in die Top 25, mit Videos wurde zu Votings aufgerufen. Letzen Endes fand ich mich unter den Top fünf wieder. Das Raptags-Team produzierte dann mit den letzten fünf einen eigenen Song und ein zugehöriges Video. Erst da wurde mir bewusst, was eigentlich abging. Ich hatte mich als Künstler noch überhaupt nicht gefunden. Also beriet ich mich erstmal mit RIO und dem Rest meines Camps über unseren weiteren Weg. Zu der Produktionszeit von „Cole“ kam dann raus, dass ich – sollte ich den Contest gewinnen – nicht mit meinem Team hätte zusammenarbeiten können. Ab da war für mich klar: Das kann und will ich nicht machen. Eigentlich wollte ich ab diesem Punkt auch gar nicht mehr ins Finale, schließlich wollte ich keinem die Chance auf den Deal nehmen. Nach Gesprächen mit dem Raptags-Team entschied ich mich trotzdem anzutreten. Wie es das Schicksal so wollte, gab es zwei Gewinner. Einer von ihnen war ich. Ich habe dann nochmal lange nachgedacht und entschieden, dass ich noch nicht ready dafür bin. Ich wollte etwas mit meinen Jungs großziehen, bevor ich mich mit nur einem Song in einen Major Label Deal stürze. Also habe ich abgelehnt.

Du hättest mit Produzenten wie Jumpa und Melbeatz zusammenarbeiten können, andere Newcomer-Rapper träumen von solchen Chancen. Hat dich dieser Schritt damals viel Mut gekostet?

Es ging bei der Entscheidung gar nicht um Jumpa oder Melbeatz. Die beiden sind krasse Musiker. Ich hatte eher Sorge, dass sie meine Entscheidung als Disrespect verstehen, so sollte es nämlich nie ankommen. Was mich am meisten Mut gekostet hat, war es das sichere Umfeld von UNIVERSAL/CHAPTER ONE gehen zu lassen. Ich hätte mich täglich ausschließlich auf meine Musik konzentrieren können. Aber das wäre einfach nicht meins gewesen. Um meinen Shit zu produzieren, brauche ich nur mein Team.

Fragst du dich manchmal, wie es gekommen wäre, hättest du dich doch für den Deal entschieden?

Nicht direkt. Ich verfolge ja trotzdem, was bei Infit oder bei Raptags im Allgemeinen abgeht. Alle gehen ihren Weg und ich gehe meinen. Also nein, ich habe es keine Sekunde bereut.

Du wurdest damals mit deinem Track „Butter“ ins Raptags-Finale gewählt. Dein neues Projekt, heißt jetzt „Butter Tape“. Ich hab’ dir eine Line mitgebracht: „Die Straße blubbert, wenn ich mit Vans über den Boden schleif’, wie Butter“. Was hat es mit der Butter auf sich? Steht das bei euch im Freundeskreis für eine Art Lebensgefühl? (Beide lachen)

Ich habe damals die Lyrics zu „Butter“ geschrieben, hatte aber absolut keinen Namen für sie und habe lange überlegt, was am besten passen würde. Ich wollte mit meinem Stil immer etwas representen, was smoother ist, als das was Deutschrap bisher kennt. So kam mir Butter in den Kopf. Irgendwie hat sich das dann zu etwas Größerem entwickelt: Butter repräsentiert meinen Stil, mein erster halbwegs bekannter Track heißt so, ich habe mein erstes Tape danach benannt, mit dem ich jetzt in die Szene steppe – Butter ist erst mein Anfang. Es gibt keinen besseren Namen.

Der Kick ist doch das, was Musik ausmacht. Vor allem der letzte Song, der muss im Kopf bleiben. Du musst über ihn nachdenken. So schafft man doch erst etwas, was bleibt.

Gianni Suave

Dein Tape umfasst neun Songs, zeichnet sich durch jazzlastige Instrumentals, clevere Reime und durchdachte Betonung aus. Deine Texte sind authentisch, dein Flow smooth. Du und deine Crew „Don’t mess with the weather“ haben nichts dem Zufall überlassen. Hattest du trotzdem in den anderthalb Jahren Kreativphase manchmal Angst in Vergessenheit zu geraten, vielleicht den richtigen Moment für dein Release zu verpassen oder ihn schon verpasst zu haben?

Voll! Mich hat das übertrieben gestresst. Aber die Qualität unserer Arbeit steht im Vordergrund. Wenn ich mit einem Tape nicht komplett zufrieden bin, dann haue ich es auch nicht raus. Ich weiß auch, dass wir schneller werden müssen und die Musiklandschaft sich verändert hat – es geht hauptsächlich um Output. Da machen wir aber nicht mit. Wir halten lieber an dem Konzept eines Albums fest – man ist nicht so limitiert in dem, was man sagen möchte. Natürlich haben wir Druck und natürlich will ich mein Momentum nicht verpassen, aber erst jetzt bin ich zu Tausend Prozent zufrieden mit dem Tape. In Zukunft soll es aber nicht mehr so lange dauern.

Lass uns gern erst einmal bei deinen Texten bleiben. In „Vier Augen“ wird es spirituell, du rappst da „Ich bin Alchemist – Für mich gibt es kein Böse und Gut“. Was genau meinst du damit? Da nicht jeder weiß, was ein Alchemist ist – Was bedeutet es für dich, dich selbst als einen zu bezeichnen?

Mich als einen Alchemisten zu bezeichnen ist für mich eine Metapher, um ein über Konventionen hinausgehendes Verständnis der Dinge aufbringen zu können. Wie zum Beispiel bei dem Konzept von „Gut und Böse“. Für mich gibt es kein Gut und Böse. Für mich passieren Dinge aus Zufall und all diese Ereignisse haben Folgen. Kein Mensch wird böse geboren, sondern ist eine Summe aus Erfahrungen und Ereignissen. Natürlich hat jeder Anlagen, aber diese Potenziale können sich sowohl positiv als auch negativ entwickeln.

Weiter im Text sagst du: „Vier Augen sind aktiv, also Homie hold up […] Ich mix’ die Fakten mit meinem Spirit und dem Geist“ – Das erste Auge ist auf dich, deine Familie, Freunde und Hood gerichtet. Mit dem Zweiten blickst du hinter Kulissen, es „warnt dich vor giftigen Bissen und lässt dich achtsam reisen“. Das Dritte unterscheidet zwischen „Fake und Real“ und das Vierte hält den Blick auf deine Vision. Ein Text, der überrascht. Was hat es mit deiner „Vier-Augen-Theorie“ auf sich? Glaubst du daran und lebst danach?

Ich schreibe ganz oft einfach meine Gedanken auf, die ich dann irgendwann anfange zu ordnen. Daraus entstanden vier Kategorien, eben vier Augen. Ich denke, dass das „dritte Auge“ relativ bekannt ist, da habe ich einfach noch eins zugepackt. So wollte ich die Werte rüberbringen, mit denen ich aufgewachsen bin, die Frankfurt mich gelehrt hat und die ich weitergeben will. Eigentlich hat die ganze Idee aber mit Chefket begonnen. In „Wir“ sagt er nämlich „Ich bin MC – mein drittes Auge blinzelt nie“. Weil ich nicht biten wollte, habe ich ihn auch nochmal auf dem Track erwähnt.

Mit dem Tape positionierst du dich im Game und zum anderen erklärst du, wer eigentlich der Künstler Gianni Suave ist. Du brüstet dich nicht mit übermäßigem Alkohol- oder Hustensaftkonsum. So schreibst du beispielsweise „Ich bin kein Gangster, schreib nicht über Weed und Kilos Koks – ich schreibe in meinen Block, als würde ich im Hochhaus von Sido wohnen“. Wie wichtig ist es dir, dich so vom Rest der Szene – in der es oft gilt der Krasseste zu sein – abzuheben und deine Authentizität zu bewahren?

Authentizität steht für mich an erster Stelle. Ich will in meiner Musik der bleiben, der ich auch im echten Leben bin. Eigentlich kommt meine Inspiration aus dem Ami-Rap. Da sind Vokabular und Themenauswahl viel breiter gefächert. Als ich das „Butter“-Tape produziert habe, hat mich noch vieles gestört, was ich auch oft adressiert habe. Mein Bild von der Szene wandelt sich mit jeder Produktion. Gar kein Hate, aber: Wenn ich Musik mache, habe ich einen gewissen Anspruch an meine Texte und Produktionen. Ich feiere Storytelling und Konzeptalben und vielleicht kann ich so eine Nische an Leuten bedienen, denen genau das fehlt. Natürlich ist das der aufwendigere Weg, nicht umsonst habe ich anderthalb Jahre für neun Songs gebraucht.

Was ich interessant finde ist, dass man als Hörer oft das Gefühl vom Anfang deiner Ära vermittelt bekommt. Du stellst dich nicht hin und sagst „Ich bin der Heftigste“, sondern bedienst dich an Lines wie „Pack das Team jetzt auf die Karte […] schieß nicht auf deutsche MCs, weil die sind weak“.

Ich will damit auf gar keinen Fall auf bescheiden machen, doch ich habe große Vorbilder und einen riesigen Anspruch an mich selbst und meine Arbeit. Ich möchte noch wachsen und an mir arbeiten. Die Newcomer-Szene entwickelt sich so rasant, da ist Mithalten angesagt. Auch wenn sich das cheesy anhört: Ich will der Beste sein, der deutsche Kendrick. Es reicht eben nicht nur, sich mit der Szene zu vergleichen, man muss Neues erschaffen, Neues denken und darf sich nicht mit dem Rest messen.

Lass uns zu deinem momentan wohl gehyptesten Feature-Gast kommen: OG Keemo. Wie ist der Kontakt zwischen euch zu Stande gekommen?

Für mich ist OG Keemo der härteste Rapper in Deutschland, einfach krass. Unsere Camps sind schon länger cool miteinander. Irgendwann kam dann sein Chimperator-Deal und ich dachte: Fuck, warum habe ich ihn nicht rechtzeitig nach einem Feature gefragt? Ich habe ihn dann einfach angeschrieben, ihm „Butter“ geschickt und er hat’s gefeiert. Dann haben wir uns ein paar Mal getroffen und Kontakt gehalten. Die Jungs waren zum Beispiel bei der Videoproduktion von „W.S.M.C“ mit an Board, das haben wir ja als Breitband abgedreht – was man ja sonst meistens aus den Keemo-Videos kennt. Danach haben wir uns Beats zugeschickt und so ist der Song dann nach und nach entstanden.

Es reicht eben nicht nur, sich mit der Szene zu vergleichen, man muss Neues erschaffen, Neues denken und darf sich nicht mit dem Rest messen.

Gianni Suave

Heißt das ihr habt euch getroffen, gemeinsam den Beat gepickt und drauf gerappt oder lief es trotzdem eher unromantisch ab – ihr baut den Beat, schickt ihn Keemo und er schickt euch seinen Part?

Es war ein Mixmax aus beidem. Wir haben zwei Sessions gehabt, in denen wir Beats gepickt haben – daraus entstand eine Version von Funkvater Frank und RIO. Bei Keemo geht natürlich momentan die Post ab, weswegen er zeitlich limitiert war. Also lief dann alles doch ganz unromantisch ab: Wir haben noch einmal neuen Beat gepickt, Keemo hat bei sich darauf gerappt, es uns geschickt und wir haben produziert. Ich will es aber in Zukunft so halten, dass die Produktionen komplett gemeinsam entstehen.

In jedem Fall ist „Du weißt“ mit OG Keemo einer der Tracks, die von deinem sonst vertrauten Soundbild abweichen, genauso wie „W.S.M.C“. Den Großteil der Tracks hast du mit den Hausproduzenten deiner Crew „Don’t Mess With the Weather“ produziert. Trotzdem hattest du auch andere Produzenten am Start – Wen und Warum?

Ich bin noch im Prozess meinen Signature-Sound zu finden, da wollte ich mich einfach nicht einschränken. Klar, ich hab’ schon meine Charakteristika entdeckt, aber möchte mich auch noch ausprobieren. Auf Butter sollte kein Track wie der andere klingen. Wir wollten einmal mit allen musikalischen Farben malen, die wir am Start haben und zeigen, wie hoch unser Horizont ist. Ich rapp’ ja auch im Outro „Diese EP dient als Lockstoff für Patte“. Deshalb habe ich bei Tracks wie „Vier Augen“ und „Hand voll €uros“ noch andere Produzenten am Start – zum Beispiel Thelonious Coltrane. Für mich auf jeden Fall einer der krassesten Produzenten aus dem Frankfurter Movement oder MightyMarcsen, der hat „W.S.M.C“ produziert. Ich produziere ja auch nicht nur mit meinem Camp, allgemein sind wir offen für alles. Wir sehen uns als Teil eines Großen in FFM – alle zusammen haben „Butter“ erschaffen.

Mir drängt sich beim Hören des Tapes das Wort „Konzeptalbum“ auf …

Ich glaube, dass deutsche Konzeptalben immer schwieriger werden. Zur Zeit ist alles sehr songbasiert, es geht in erster Linie um großen Output. Ich will aber an dem Produkt eines Konzeptalbums festhalten. Der Kick ist doch das, was Musik ausmacht. Vor allem der letzte Song, der muss im Kopf bleiben. Du musst über ihn nachdenken. So schafft man doch erst etwas, was bleibt.

In „Liquids“ kommt wieder der bekannte Gianni Suave-Sound durch: Jazzige Instrumentals und smoothe Rhymes. Im Video stehst du mit Sänger Toby John und anderen Musikern vor einer Art Altar. Ihr lasst momentan frischen Wind durch die Szene wehen. Was inspiriert euch?

Ich glaube unser Geheimnis ist, dass wir alle aus verschiedensten Ecken kommen. Toby hat zum Beispiel nie HipHop gemacht, eher Rock – er hatte sogar eine eigene Band. Dario macht seit Ewigkeiten Musik, ist aber eigentlich DJ. Paul ist ein krasser J. Dilla Freak hat früher gerappt, er fängt jetzt wieder an. Meine Helden sind „junge“ Helden, so wie Kendrick. Daraus kann man viel machen.

Wie geht ihr bei der Produktion dann vor? Es wirkt nicht, als würdet ihr dem statischen Schema „Beat – Rap“ folgen.

Momentan produzieren wir noch sehr chaotisch. Jeder gibt irgendwie seinen Pfeffer und sein Salz dazu. Dadurch dass wir so verschieden sind, kommen da ganz schön viele Meinungen zusammen. Wir hängen ein- bis zweimal pro Woche bei Dario zuhause ab, hören Mucke und tauschen uns aus – erst so entstehen unsere Ideen. Meine sind meistens sehr abgespacet und die Jungs müssen mich dann runterholen. Aber in der Regel fangen wir mit Beatskizzen an, die uns bei den Sessions in den Kopf schießen und toben uns darauf aus. Die erste Version von „Liquids“ entstand im März letzten Jahres, die fertige im August diesen Jahres.

Auf „Hand voll €uros“ hast du den zweiten Rapper bei euch im Bunde, Tubaby, als Feature am Start. „Don’t mess with the weather“ versteht sich selbst als Künstlerkollektiv, richtig?

Ich hab’ immer davon geträumt etwas Größeres zu erschaffen und nicht als einzelner Künstler an‘ Start zu kommen. So wie bei Black Hippy, The Roots oder Moses Pelham. Wir haben krasses Glück uns gefunden zu haben. Früher habe ich eine Zeit lang bei Levi’s gearbeitet und da Dario kennengelernt. Er war zu der Zeit schon DJ und ich habe ihn einfach nach Beats gefragt, dann drauf gerappt, ihm Sprachnachrichten geschickt und er hat es gefeiert. Dann kam Paul dazu, der auch Beats macht und auf einmal saßen wir alle bei Toby im Wohnzimmer und so entstand dann „Don’t mess with the weather“. Ich sehe mich aber selbst nicht als Mittelpunkt der Crew, nur weil mein Projekt als erstes kam. Ich bin nur ein Teil davon, von dem Rest der Jungs werdet ihr auch noch einiges hören.

Wie wichtig war es dir Tubaby auf das Tape zu holen? In deinen bisherigen Releases ist er ja noch nicht aufgetaucht.

(lacht) Das hat sich erst im letzten Jahr so ergeben. Auch ihn habe ich im Wohnzimmer von Dario kennengelernt. Wir haben gefreestylt und auf einmal packt er seine Texte aus: authentisch mit so viel Wortwitz. Ich war mega geflasht und von da an war für mich klar, dass er für mich die Person Nummer eins ist mit der ich zusammenarbeiten will.

Auf „Butter“ sollte kein Track, wie der andere klingen. Wir wollten einmal mit allen musikalischen Farben malen, die wir am Start haben und zeigen, wie hoch unser Horizont ist.

Gianni Suave

In jedem deiner Videos sieht man dich und die Jungs: ihr represented Frankfurt, um genau zu sein die legendäre Nordweststadt, aus der ja unter anderem auch Hanybal und AZAD sind. Liest man sich die Kommentare unter den Videos durch, finden sich dort so gut wie nur Befürworter, vor allem aus eurer eigenen City.

Mir war es wichtig mit „Butter“ klarzumachen, dass Sound aus FFM auch anders sein kann. Man verbindet mit Frankfurt oft Gangster-Rap oder Azzlack-Mucke, doch die Stadt hat so viel mehr Potenzial. Mal abgesehen von den vielen Kulturen, die hier zusammenleben oder dem künstlerischen Background, denk doch mal an Pegida. Die Aufmärsche waren hier in kürzester Zeit vorbei, weil so viele Gegendemonstranten auf die Straßen gegangen sind. Ich bin stolz auf Frankfurt und die Nordi, will mich aber von diesem Hood-Representing-Ding entfernen. Es ist mir egal, wo du herkommst – was zählt ist, wer du bist.

Was dürfen wir von dir und „Don’t mess with the weather“ in Zukunft erwarten? Eine Tour? Oder müssen wir uns anderthalb Jahre auf das nächste Ding von euch freuen?

Wir wollen erstmal das aktuelle Feedback abwarten, sitzen aber natürlich schon an den nächsten Projekten (lacht). Darauf soll nicht wieder so lange gewartet werden. Mitte nächsten Jahres soll was kommen – das haben wir zumindest so geplant. Und eine Tour? Vielleicht nimmt uns ja jemand als Support mit. Ich bin guter Dinge!