Zwischen Lost Places und Graffiti: Mit Diamonds und Farewell unterwegs in Berlin

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„Die Geschichtsbücher, sie warten nicht auf dich/Wir jagen durch die Straßen, wenn das Tageslicht erlischt.“. Was schon Ali As auf seinem Song „Richtung Lichtung“ andeutete, wird nun in der ARTE-Webserie „Urban Explores“ genauer unter den Mauszeiger genommen: die Geheimnisse der Großstadt. Mathias Bones begleitet begleitet Kreative und Künstler dabei, wie sie sich den urbanen Raum zurückerobern.

„Das Interessante an Videospielen sind ja die Geheimgänge.“ In der fünften Folge der ARTE-Creative-Reihe wird der Pariser Farewell, aber auch das Treiben des Berliner Diamonds-Kollektivs in den versteckten Räumen der Großstadt mit der Kamera verfolgt. Seit sich Dez78, Daniel Tagno, Markus Mai, Osif Seiksuh, P. Vector Codierer und Tryone 2007 zusammenschlossen, bedient sich ihr Umgang mit Worten, Schriftzeichen und spontanen Reaktionen im urbanen Umfeld gleichermaßen verschiedener Einflüsse aus klassischer Malerei und Street-Art, die sich mehr und mehr auf die essenzielle Philosophie urbaner Kunst konzentriert. Und das übrigens auch mit für Writer eher unorthodoxen Ausdrucksformen wie etwa Skulpturen.

Neben dem französischen Philosophen Marc Armengaud und dem US-amerikanischen Soziologen Bradley Garrett kommen hier unter anderem auch die Hamburger Kollegen von urbanshit.de zu Wort. Und auch wenn der akademische Überbau dieser Folge etwas affektiert und bemüht wirkt, sind die spektakulären Bilder der Berliner und Pariser Lost Places absolut sehenswert.