Gefühlschaos: Yung Hurn im „Love Hotel“

Yung-Hurn-Love-Hotel-Cover

So viel Liebe, wir können’s kaum glauben: Würstelstand-König Yung Hurn umgarnt uns mit massig Kitsch, Blockflöten-Beats und ganz vielen Herz-Emojis. Wir wollen nie wieder aus dem „Love Hotel“ auschecken.

Der Versuch „Love Hotel“ passend zu rezensieren, ist von vornherein zum scheitern verurteilt: Die Thematik der Liebe, die seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte ein Mysterium geblieben ist, wird in einer unfassbaren Tiefe behandelt. Die Beats bedienen sich an für das menschliche Ohr viel zu komplexen Instrumenten wie der Blockflöte. Die Vocals des Wiener Spitzbuben bewegen sich auf einer verschwommenen Ebene zwischen Rap, Geblabber und engelsgleichen Singsang. Und die Gefühle, die durch das so verletzliche und wunderschöne musikalische Ebenbild der menschlichen Seele transportiert werden, sind zu ergreifend, zu enorm, um die EP objektiv zu beurteilen. Der Kitschfaktor steigt auf ein Level, auf dem garantiert keine Augen trocken bleiben. Holt euch eine Packung Taschentücher und gebt euch dem Gefühlschaos hin, das uns Yung Hurn in einer Nacht im „Love Hotel“ beschert.

Die komplette Platte wurde von Gold- und Platin-Produzent Stickle (u.a. Bushido und Casper) produziert und featurt den Bietigheim-Bissinger Rapper Bausa. Dazu gibt’s nach den Visuals zu „Rot“ und „Diamant“ ab sofort auch ein Video zum Closing-Song „Gefühle an dich in einer Altbauwohnung (Part 2)“.