Die besten Tapes der Woche // Weekly Releases

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Ihr wisst, wir haben euch lieb! Aus diesem Grund haben wir euch wieder die spannendsten Album-, Mixtape- und EP-Releases der letzten sechs Tage zusammengetragen. Die musikalische Unterlegung eurer wertvollen Freizeit ist also gesichert – gern geschehen! Mit dabei sind dieses Mal SZAs wundervoller Erstling, Chief Keefs lang ersehntes Mixtape und noch mehr Langzeitspieler von Brockhampton, Vic Mensa und iLoveMakonnen.

SZA – CTRL

Gefühlt ist SZA seit immer T.D.E.s First Lady. Umso überraschender das wir so lange auf ihr Debütalbum warten mussten. Die Vorab-Singles „Love Galore“ mit Travi$ Scott, „Drew Barrymore“ und die Stunden vor Album-Release rausgebrachte K.Dot-Kollabo „Doves In The Wind“ haben die Erwartungen an das Album nicht grade geschmälert. Um es vorwegzunehmen: man wird nicht enttäuscht. Auf 14 Anspielpunkten schwankt der Sound zwischen organisch-oldschoolig-anmutend und trap-lastig plus allem, was dazwischen liegt. Dabei entsteht trotzdem ein kohärenter Sound, der ganz klar SZA zuzuordnen ist. Ihre einprägsame, kraftvolle, aber verletzliche Stimme tut ihr Übriges, um die Themen rund um Liebe, Hass, Rache und das eigene Selbstbild stimmig zu vertonen.

Brockhampton – Saturation

Die Promophase ist vorbei und das Album erscheint nach langem Warten endlich in seiner Gänze. Und das ist fast schade, waren doch die Vorab-Teaser wahre Kreativmonster in Form von Videos und Tracks. Halt auch nur fast schade, denn mehr Tracks bedeutet mehr Hörgenuss. Die spannende Instrumentation, die bereits die Vorab-Songs „HEAT“, „STAR“, „FACE“, „LAMB“ und „GOLD“ kennzeichnete, zieht sich durchs komplette Album. Von sperrigen Beats mit Hardcore-Einlagen wie das energetische „HEAT“ hin zu rockigen RnB-Songs wie „WASTE“, plus beides in einem Track bei „BUMP, bedient das Album die komplette Sound-Palette und ist trotzdem insgesamt stimmig. Oft Gitarren, oft druckvolle Bässe, oft Distortion – ein soundtechnischer roter Faden ist trotz unterschiedlichster emotionaler Färbung der Tracks durchaus gegeben. Das Künstler-Kollektiv um Mastermind Kevin Abstract liefert mit „Saturation“ tatsächlich ein wahres Meisterstück ab.

iLoveMakonnen – Fun Summer Vol. 1

Jeder der sich über das neue Mixtape von iLoveMakonnen beschwert, ist ganz offiziell ein herzloser Mensch. Denn schon der Titel schließt eigentlich jeglichen Unmut aus – jeder mag Fun und Sommer! Die sieben Tracks beamen uns mit freundlichen Beats, vorantreibenden Drums und wunderschönen Gesangseinlagen direkt in die nächste Hängematte. Also, vergesst eure Cocktail-Schirmchen nicht und „blow a kiss for“ iLovemakonnen.

Vic Mensa – The Manuscript

Schon im ersten Track, kitzelt Vic Mensa seine Fans mit den Worten „The album is coming, it’s done for you, hold on.“ Wann? Das weiß der Chicago-Rapper wahrscheinlich selbst noch nicht. Dafür gibt’s aber fast genau ein Jahr nach der letzten EP „There’s A Lot Going On“ die nächsten vier Tracks. „The Manuscript“ windet sich durch rockige Gitarren-Riffs aus Pharrells Producer-Händen, Features von Pusha T und Mr. Hudson und einem dicken „Danke“ an all seine Anhänger. Bei dem Roc Nation-Mitglied kommen wie immer auch die ernsthaften Themen nicht zu kurz – so spricht er auf „Rollin Like A Stoner“ über seinen Drogenmissbrauch und „Rage“ wird zur Hymne seiner Hometown und einer deprimierten Generation.

Chief Keef – Thot Breaker

Und schon wieder jammern wir über die unendliche Release-Delay-Geschichte: Sosa kündigte „Thot Breaker“ schon 2014 an, verschob die Veröffentlichung dann aber immer wieder. 2016 tweetet er dann, dass er das Mixtape verloren habe. Mittlerweile ist aber alles wieder gut, denn die 13 Tracks haben uns endlich erreicht und Almighty Sosa hat anscheinend zu viel vom Pop-R&B-Mix gesippt. Seine Gesangseinlagen sind immer noch verschwommen und die Produktionen passen perfekt zu dem schönen Wetter. Alles in allem sind wir viel zu froh darüber, dass wir endlich wieder Chief Keef pumpen könne, als dass wir uns über irgendwelche Kleinigkeiten beschweren wollen.