Die besten Tapes der Woche // Weekly Releases

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Es ist Freitag und wir freuen uns auf’s Wochenende – und um an den freien Tagen eure hübschen Gehirne nicht zu sehr anzustrengen, haben wir euch die spannendsten Album-, Mixtape- und EP-Releases der letzten sechs Tage zusammengetragen. Die musikalische Unterlegung eurer wertvollen Freizeit ist also gesichert – gern geschehen!

Russ – There’s Really A Wolf

Ursprünglich ist Russ aus New Jersey, zog in seiner Kindheit viel umher und endete irgendwann in Atlanta – er fährt aber so gar nicht den klassischen ATL-Rap-Film. Was Russ macht, ist keinem Genre zuzuordnen. Stattdessen punktet er mit einer guten Portion Pop, viel zu sauberen Gesangseinlagen und großartigem Schlafzimmer-Kaminfeuer-R&B. Russ hat sich seine gemütliche Nische irgendwo zwischen Yelawolf, Eminem und Post Malone geschaffen, in der er sich so richtig austobt. Grenzen setzt er sich keine – genau das macht sein Debüt-Album „There’s Really A Wolf“ so stark.

Sch – Deo Favente

Viele rätseln, wofür das SCH-Akronym steht. Dabei ist da gar keine große Magie dahinter. SCH steht für Schwarzer, den Nachnamen des 24-jährigen Julien (sein Großvater war aus Berlin, deshalb auch der deutsche Name). Ende 2015 ließ er mit „A7“ ein verdammt beeindruckendes Mixtape auf alle frankophilen Rap-Fans los und legte Ende Mai 2016 mit seinem Debütalbum „Anarchie“ nach. Nun ist er schon mit dem nächsten Langzeitspieler am Start – „Deo Favente“ (dt. „Mit Gottes Gnade“) steht den Vorgängern mit fast schon epischen Beats und harten Bars keineswegs hinter her. Und sorry für den fragwürdigen Stream!

Kweku Collins – Grey

Der Youngster aus Evanston, Illinois, ist immer noch ein kleiner Geheimtipp. Mit Closed Sessions hat er schon eine Label-Heimat gefunden und war mit seiner letzten LP „Nat Love“ bei Pitchfork Gesprächsthema. Irgendwo zwischen abstrakten Cudder-ersken Balladen und punkige Rap-Eigenarten finden sich freundlichen Gitarren-Samples und verspielte Bars wieder. Mit seiner, auf eine merkwürdige Art angenehmen, unebenen Stimme besingt er das junge Leben und legt mit seiner neuste EP „Grey“ einen unglaublich frischen Sound an den Tag.

Garma Kang – mixtape.zip

Berlin represent – die Garma Kang ist eines der jüngste Untergrund-Rap-Babys der wundervoll dreckigen Landeshauptstadt. Die Jungs wandern mit ihrem Sound irgendwo zwischen gemütlichen Lines über Weed und Bier am Corner und vorantreibenden Club-tauglichen Beat-Brettern. Ihr Debüt-Mixtape „mixtape.zip“ (bester Name) wird wohl die nächste Hymne aller Berliner Cool-Kids und Untergrund-Menschen. Wir finden’s gut!

Lady Leshurr – Mode

Wenn es um harte Bars und stampfende Beats geht, ist Lady Leshurr im Königreich an der Spitze mit dabei. Ihre „Queens Speech“ ist jedem ein Begriff, der irgendwann mal mit britischen Rap in Berührung kam und kann mittlerweile neun Mixtapes und vier EPs auf ihre Rechnung schreiben. Mit „Mode“ erschien nun die fünfte EP und strahlt mit sechs Tracks in vollem Grime-Glanze – flow-sicher und scharf wie immer.