Die besten Tapes der Woche // Weekly Release

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Leute, heute ist ein guter Tag: Es ist fast Wochenende und es gibt so viel ausgesprochen gute Musik. Neben einem Anwärter auf den „bestes Tape des Jahres“-Titel, gibt’s noch einen kleine Geheimtip, viel Soundcloud, Boots-Geschichten und noch einiges mehr. Genießt.

Crack Ignaz & Young Krillin – Bullies In Pullis 2

Findet ihr es übertrieben, wenn wir behaupten, dass der zweite Teil von „Bullies in Pullis“ jetzt schon eines der besten Tapes des Jahres ist? Falls ja, dann geht doch haten ihr scheiss Hater. Crack Ignaz und Young Krillin liefern sechs Jahre nach dem ersten Bullies-Tape gemeinsam mit den Wiener Beat-Bastlern Fid Mella und Clefco einen perfekt sitzenden Mix aus Hanuschplatz-Flow und einem verdammten Intermezzo-Hörspiel. Wir schenken uns ein Gläschen „Pino Grigo“ ein und lassen uns von den Wohlfühl-Instrumentationen massieren. Prost und Bussi Baba.

Lil Yachty – Lil Boat 2

Zwei Jahre nach Erscheinen seines Durchbruch-Albums „Lil Boat“ packt Lil Yachty ein Sequel mit 17 fetten Tracks aus. Mit in sein „Lil Boat 2“ holt er Rap-Biz-Kollegen wie 2 Chainz, Offset, Quavo, Trippie Redd und viele mehr. Der selbsternannte „King of Teens“ hätte sich mit diesem Album auch den Titel „King of Trap“ verdient. Auf dem Cover des „Lil Boat“-Nachfolgers ist Lil Yachty zwar von Wasser umgeben, aber jeder, der mal reinhört, merkt: he’s on fire !

Pouya – Five Five

Pouyas zweites Album strotz vor Einheitlichkeit und Ordnung – irgendwie überraschend, aber doch so unglaublich angenehm, dass man „Five Five“ ohne klitzekleinste Störung von vorne nach hinten durchhören kann. Mikey The Magician hat bis auf eine Ausnahme die komplette Produktion übernommen und liefert damit schon mal einen durchgehend, hart von 90s-Vibes beeinflussten Sound, der sich perfekt unter den melodischen Flow des Florida-Rapper legt. Bester Track: „Aftershock“, und das direkt zum Einstieg.

Young Fathers – Cocoa Sugar

Die Young Fathers aus UK liefern nicht nur immer wieder wunderbare Musikvideos (visualizing music jan verlinken), auch die Musik ist verdammt großartig. Das erste Album seit dem 2015er Release „White Men Are Black Men Too“ ist auf der absoluten Höhe der Zeit, ohne sich irgendeinem Zeitgeist anzubiedern. Ein Pop-Gegenentwurf mit Einflüssen aus ungefähr allen Musikstilen. Klug, queer und ein absolutes Ja zum Albumformat. Bester Track: „In My View“. Hört, hört!

Pöbel MC & Milli Dance – Soli-Inkasso

Dass Pöbel MC und Milli Dance sowohl musikalisch als auch Bühnenshow-technisch und privat miteinander harmonieren, dürfte seit den Features und gemeinsamen Shows unseres Lieblings-Pöblers und Dances Crew Waving The Guns klar sein. Mit „Soli-Inkasso“ droppen die beiden Rapper mit unterschiedlichen Stilen, aber der gleichen kritisch-kriegerischen Haltung, ein Album, das nicht nur einen unfassbar abwechslungsreichen Sound, sondern auch ein breites Themenspektrum, von Humor bis Gesellschaftskritik, hat. „Mit Eloquenz, Kompetenz, Bühnenpräsenz“ überzeugt das Duo auf ganzer Linie.

Killy – Surrender Your Soul

„Killamonjaro“ hat mittlerweile knapp 15 Mio Views. Tja, da weiß wohl einer wie man Hits für die Kids schreibt. Könnte man bei dem Kanadier dann schnell die These aufstellen, das es bei diesem einen YouTube-Hit bleibt, stolpert man über sein Debüt-Tape „Surrender Your Soul“. Plötzlich werden irgendwelche anfänglich geöffneten Schubladen wieder geschlossen und man springt zwischen jugendlichem Turn-Up, fast-reflektierten persönlicheren Themen und abschließenden, grungigen Gitarren-Riffs hin und her. Wo man Torontos Youngster nun einordnen soll, weiß man immer noch nicht, doch dass man ihn in den Augen behalten sollte, ist mehr als klar.

Ajani Jones – Cocoons

Wir müssen zugeben, wir haben Ajani Jones selber noch nicht so lange auf dem Schirm. Damit ihr aber nicht noch länger ohne den Chicago-Rapper leben müsst, solltet ihr euch einfach mal durch seine neuste EP „Cocoons“ hören. Wunderbar organische Instrumentals, ein Feature-Part von Label-Kollege Kweku Collins und massig Potential, das sich zwischen den Zeilen von Ajani versteckt, dient als bestmögliche Introduction.