The Underachievers – Indigoism [Review]

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Vollmond, Pyramide, zwei seltsame Gestalten und eine seltsame Typo. Das Artwork ist schrecklich. Aber lassen wir die Verpackung beiseite. Seit drei Tagen steht das Debut der Underachievers allen aufrechten Rapfans zum freien Download zu Verfügung. Auf Indigoism reihen sich Ak und Issa Dash neben den Pro Era Jungs und dem ASAP Mobb in eine Reihe junger hungriger MCs aus New York ein und platzieren ihren eigenen Sound irgendwo dazwischen. Die rauhe Intensität ihrer Raps kombiniert mit der exzelenten Beats, die so klingen als seien sie irgendwann zwischen ’93 und Infinity gebaut worden, macht die Underachievers zu einer lebenden Schnittstelle aus Old-, New- und Trueschool. Flowtechnisch trauen sich die Beiden viel. Ein Signing bei Flying Lotus Label Brainfeeder ist eine wohlverdiente Bestätigung der Qualität und des Potentials, was hier deutlich wird.

Das Mixtape hat das Zeug zu einem Manifest der neuen Rap-Generation, die sich wieder verstärkt auf ihre Idole aus den 90er Jahren besinnt und die Soundästhetik der Golden Era in die Gegenwart übersetzt. Bei der großen Freude über die dopen Beats wird gerne vergessen, dass die beiden Jungspunde vor allem durch komplexen Inhalte punkten. Die Tracks bewegen sich inhaltlich irgendwo zwischen Mystik, Weltverschwörung, Esoterik und popkulturellen Anleihen. Das klingt schräg, geht aber im Falle der Underachievers komplett auf.