Videopremiere & Interview: Döll, Schote, Credibil & Sonne Ra über „Sonne“
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Videopremiere & Interview: Döll, Schote, Credibil & Sonne Ra über „Sonne“

Videopremiere & Interview: Döll, Schote, Credibil & Sonne Ra über „Sonne“

Auf dem splash! 17 haben wir – wie schon im vergangenen Jahr – einen Videodreh mit einigen der unserer Meinung nach vielversprechendsten Deutschraptalente organisiert. "Sonne" featured Gibmafuffi am Beat sowie Döll und Credibil, dazu der MOT-Finalist Schote und Untergrundcrooner Sonne Ra. Die Mischung ist elektrisch. Wie es zum Track kam, lest ihr im Interview

Wann habt ihr das erste Mal voneinander gehört?
Schote: Ich bin übertriebener Deutschrapjunk, daher musste ich jetzt nicht groß googlen, was die Jungs so machen.
Wann und was ich gehört hab, weiss ich jetzt nicht mehr, aber schlecht kann’s nicht gewesen sein. Unmöglich.
Credibil: 
Döll von seinem „brauch nur den Raum zum schreiben“-Video. Schote durch Majestro Mikis und seiner Rolle in der Jury beim splash! Mag MOT. Sonne Ra durch diesen Track.
Sonne Ra: 
Döll ist ja ein Labelkollege, wir hatten schon zusammen bei Gigs gechillt. Von den anderen Mulas hab ich zum ersten mal was durch das splash! Mag vernommen. Durch das Battle glaube ich. MOT? Irgendsowas.
Döll: Von Sonne Ra zum ersten Mal durch sein Album „Mula 4 Life“, das kam ja auch über WSP. Credibil kenne ich seit „Deutsches Demotape“ und Schote seit dem MOT, bei dem Mädness gejudget hat.

Ihr wirkt im Video fast wie alte Homies, die sich schon ewig kennen. Wie war der Dreh für euch?
Credibil: Entspannt!
Sonne Ra: 
Ich bin am Sonntag um 12 Uhr angekommen. Ich war noch nie auf dem splash!, war für mich alles neu. Eine halbe Stunde nach meiner Ankunft, fing bereits der Dreh an. Dass wir im Video kool miteinander sind, hängt auch bestimmt damit zusammen, dass wir uns alle vorher schon den Track anhören konnten, wo jeder seinen teil beigetragen hat, das verbindet, und wenn dann der Beat beim Dreh läuft, fühlt man sich wie zu Hause mit Homies.
Schote: Nachdem ich Sonne Ra im Backstage kurz mit Moses Pelham verwechselt hatte, standen wir alle schön zusammen am Seeufer und haben Lippen bewegt. Das verbindet. Obwohl wir uns wahrscheinlich gut verkatert präsentiert haben, war das ganze Team sofort cool miteinander. Ich denke das ist Hip Hop.
Döll: Ich denke, durch den Song hatten wir schon vor der Ankunft auf dem splash! einen gemeinsamen Nenner. Für den Dreh hatten wir dann den halben Sonntag. Alle waren motiviert, hatten Bock und haben das Maximum rausgeholt. Vielficker Shit.

Wie seid ihr eure Parts angegangen? Hattet ihr ein genaues Konzept im Kopf?
Sonne Ra: Ich sollte ein Hook über den Vibe beim splash! einsingen. Also hab ich es getan, einen gedreht, vor mich hingesummt, melodiert, Text und Seele drauf. Fertig – wie Kuchen, ’n bisschen butter dran.
Döll: Ra hat die Hook vorgelegt, daran habe ich mich ein wenig orientiert. Das merkt man auch an meinem Einstieg. Ansonsten war meine Herangehensweise wie gewohnt. Ich gehe von meinem momentanem Standpunkt aus, verpacke ihn in Zeilen und versuche das Ding bestmöglich zu killen.
Schote: Mir war wichtig, dass mein Part die Stimmung wiedergibt, die ich mit ’nem lässigen Tag auf einem Festival verbinde. Dass auch klassisch representet wird ist klar. Man wird doch noch ein bisschen representen dürfen.
Credibil: Die logische Schlussfolgerung, dass selbst der Platz an der Sonne beschränkt ist. Es wird schwarz.

Eine witzige Anekdote vom splash! 17, die euch in Erinnerung bleiben wird.
Gibmafuffi: Als ich Samstag morgens um 5 ohne Schuhe durch den Hotelflur gekrochen bin und an verschiedene Türen geklopft habe. Dachte ich finde mein Zimmer per Ausschlussverfahren.
Döll: Wort zu der Mutter – Moneyboy.
Sonne Ra: Witzig war es vor allem im Backstage, wo ich mit Jaques Shure die Stars beobachtete. Es gab da wichtige Menschen, unwichtige Menschen, Menschen, die vielleicht mal wichtig werden können und ein jeder Star wäre gern noch sehr viel wichtiger gewesen. Fast, glaube ich, wir waren unsichtbar, denn die ganzen Medienmenschen, denen man allen schon mal die Hand gegeben hat, scheinen einen dort nicht zu erkennen und grüßen nicht. Grüßen scheint dort eine Peinlichkeit zu sein. Vor allem Menschen, die vielleicht nicht wichtig sind, sollte man dort besser nicht grüßen. Es war wie ein Raum voller Pein, in der die Whackness so tut, als müsste man sich nicht mehr schämen. Aber da irren sie sich. Das war sehr amüsant und wir haben herzlich gelacht.
Schote: Nun ja, mein Moment war definitiv der erste Liveauftritt auf dem splash!, aber ich denke, dass hab ich auch verdient nachdem ich vor gefühlten 8 Jahren den ersten Schuh im Schlamm vor den Dixieklos verlor und den zweiten auf Kollegah werfen musste. Karma. Danke vor allem an Gold Roger, du bist ein guter Mensch!
Credibil: Money Boy.

Was ist bei euch für die kommenden Monate geplant?
Credibil: Großes.
Sonne Ra:
Als nächstes veröffentliche ich eine 7″ Vinyl: „Sonne Ra feat. der Pole und der Tscheche“ Mit zwei tracks und einer Videoauskopplung. Alles produziert von Pierre Sonality und Cuts vom DJ Lukutz. Ein Album mit dem geehrten Jay Spaten und ein Projekt mit dem Retrogott, wozu ich aber noch nicht viel sagen kann, ausser dass schon einige Tracks in Arbeit sind. Und mit dem Brenk Sinatra habe ich auch noch was vor. Und mit dem Figub Brazlevic. Und mit dem Produzenten Sebastian Bohn von Northern Lite arbeite ich heimlich auch gerade an ein paar wundervollen Überraschungen. Hier und da kommt auch mal ein feature, wie zum Beispiel demnächst auf der „Olvenstedt EP“, ein Teil der Trilogie „Magdeburg“ von Pierre Sonality, wo es auch eine Videoauskopplung gibt. Und noch vieles mehr was mir jetzt nicht mehr einfällt.
Schote: Es kommt eine EP, Enaka macht die Beats.
Döll: „Dafür arbeit ich mir grad mein Arsch ab.“

 

 

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