Kaleidoskop-Rap: Leė lässt es regnen (splash! Mag TV Premiere)
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Kaleidoskop-Rap: Leė lässt es regnen (splash! Mag TV Premiere)

Kaleidoskop-Rap: Leė lässt es regnen (splash! Mag TV Premiere)

Rap hat sich verändert. Wo früher kistenweise Cristal bereitgestellt wurde, um die obligatorische Siegerdusche nach dem gewonnen Battle oder der spontanen Entzückung über die eigenen Herrlichkeit vorzunehmen, rührt man heute Hustensaft und Zitronenlimonade an. Der Berliner Rapper/Producer Leė kombiniert auf seinem neuen Track beide althergebrachten Traditionen und lädt zum Tanz unterm Wolkenbruch aus Lean ein.

Die lila-psychedelische Nuance des Clips „Es regnet Lean“ kommt nicht von ungefähr: Leės musikalische Referenzpunkt bewegen sich ohnehin an der quer-kolorierten Schnittstelle zwischen Industrial, Dream-Pop und Ambient und weniger in der klassischen Trap. Auf verspielten Glockenspiel-Fundamenten wandelt er durch seine selbstproduzierten Synthie-Nebelschwaden durch schwummeriger Melancholie in den benommen Rausch. „Ich geb dir mehr als du verdienst, ich gebe dir meine Seele“, schnoddert der Berliner in träumerischer Distortion-Delivery durch die Membrane. Ein Song wie ein Kaleidoskop: unscheinbar, undurchsichtig, unwirklich. „Tape kommt eines Tages“, verriet er uns in ähnlich kryptischer Manier auf Twitter. Bis dahin hat Leė mit „Es regnet Lean“ immerhin schon mal eine Andeutung gemacht, dass der deutsche Rap-Underground ganz vielleicht auch noch andere Einflüsse kennt, als Juicy-J-Gelümmel und Travis $cott-Adlibs. Straight Up!

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