„Kalb City Blues“: Johnny Rakete erzählt Geschichten aus der Nachbarschaft
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„Kalb City Blues“: Johnny Rakete erzählt Geschichten aus der Nachbarschaft

„Kalb City Blues“: Johnny Rakete erzählt Geschichten aus der Nachbarschaft

Fürth, mittelfränkische 125.000-Einwohner-Stadt, angeschlossen an das U-Bahn-Netz von Nürnberg und unter Fußballfans allenfalls berühmt für das einstige „Playmobil-Stadion“. HipHop hat es hier nicht leicht. Das hält Johnny Rakete allerdings nicht davon ab, auf „Kalb City Blues“ der Kalbsiedlung in der Fürther Südstadt seine Liebe zu gestehen.

„Lass‘ mich im Viertel nicht stressen, das ne‘ schöne Gegend/Ey, was soll ich euch erzählen, ich brauch meine Hood nicht böse reden“ So ist die zweite Auskopplung aus seiner „Peng Peng“-EP gemäß der alten Deutschrap-Tradition, Herkunftsorte zu beschönigen, ein astreine Ode an den Block. Doch anstelle einer voyeuristischen Hochhaus-Freakshow oder eines betoniertem Plattenbau-Porträts hat Johnny Rakete den zurückgelehnten Hawk-One-Beat für eine auditiven Spaziergang durch die ehemalige US-Soldaten-Community genutzt – natürlich in typischer Rakete-Manier mit routinierter Endlos-Reim-Delivery und einer nahbaren Storyteller-Attitüde. Im dazugehörigen Video wird der Zuschauer auf eine Schnitzeljagd durch Johnnys Biografie geschickt und bekommt einige Stätten seiner Jugend vorgeführt – call it Tuchfühlung.

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