splash! 19: Coup (Haftbefehl & Xatar), Karate Andi, MC Bomber und Retrogott & Hulk Hodn kommen nach Ferropolis!

Wir hatten ja versprochen, dass es splash!-Neuigkeiten geben wird – und damit final für Klarheit sorgen, wie es um das Line-up steht. Also: Mit folgenden Acts sind wir für das schönste Wochenende des Jahres komplett.

01

Coup (Haftbefehl & Xatar)

Bis dato stand in unserem Line-up nur „Haftbefehl & Special Guest“ – und es wurde meist dahingehend spekuliert, dass Baba Haft jemanden aus seinem Azzlackz-Camp mit nach Ferropolis bringt. Aber nun ist die Katze ja aus dem Sack und unser Special Guest darf auch namentlich genannt werden: Xatar. Er und Hafti haben sich zu einer Crew namens Coup zusammengeschlossen und gemeinsam ein Album namens „Der Holland Job“ fertiggestellt, das am 29.07. erscheinen wird – und bringen davon mit Sicherheit so einiges vorab auf die splash!-Bühne. Das wird groß, versprochen.

02

Karate Andi

Unsere Erinnerungen an den Gig von Karate Andi letztes Jahr auf der splash! Mag Stage? Es war turbo voll, Andi hat turbo abgerissen, die Leute waren turbo begeistert. Was dieses Jahr passieren wird, wenn der passionierte Biertrinker, Nachbarviertelterrorist und Breakdancer mit seinem neuen Album „Turbo“ im Gepäck nach Ferropolis kommt? Blöde Frage eigentlich – es wird mindestens so turbo wie letztes Jahr.

03

MC Bomber

Das passt wie die Faust ins Auge: Untergrundkönig und Chef-Atze Frauenarzt eröffnet ein eigenes Label, nennt es „Proletik“ und signt direkt als ersten Künstler: MC Bomber. Der nimmt seine Mission, den ruppigen Charme der goldenen Berliner Tape-Ära in der Jetztzeit-Version weiterzuspinnen, nach wie vor sehr ernst – und ist in der heutigen Rap-Landschaft mit seinem ungehobelten, ruppigen und gern sehr expliziten Style nach wie vor eine Ausnahmeerscheinung. Wir gehen übrigens schwer davon aus, dass Bomber in Ferropolis nicht nur rappen, sondern auch „Feiern und Fn“ wird – schließlich erscheint sein neues Album „Predigt“ am splash!-Freitag.

04

Retrogott & Hulk Hodn

Seit über zehn Jahren ziehen Retrogott und Hulk Hodn gegen Wack-MCs, die Wirrungen der menschlichen Spezies und andere Beschwerlichkeiten auf das Schlachtfeld der modernen Gesellschaft. Ihre nonchalante Mixtur aus Hodns rumpelnden Throwback-Beats und Retrogotts wortverspieltem Stream of consciousness, ihre charmante Industrieverweigerung und diese unfickbare Live-Präsenz hält das Duo wie kaum eine andere Deutschrap-Kombo so konsequent im Ohr, im Gespräch und auf den Bühnen – und macht sie genau deswegen auch immer wieder zu gern gesehenen splash!-Gästen.

05

Kirk Knight

Ein offenes Geheimnis: Die Pro-Era-Posse ist ein Sammelbecken von geradezu beängstigendem Talent. Nach Joey Bada$$ und Capital Steez, rückt nun auch Joeys alter Schulkumpel Kirk Knight in die Startpostion Richtung Rap-Laufbahn. Zeichnete er anfangs vorwiegend für die rotzigen Retro-Instrumentals der BK-Bande verantwortlich, bewies er auf seinem im letzten Jahr erschienenen Debütalbum „Late Knight Special“, dass seine Rap-Skills ebenfalls von der Vergangenheit inspiriert, aber nicht von ihr abhängig sind. Nach seiner kleinen Deutschland-Tour im Frühjahr 2016 ist Kirk Knight auf jeden Fall bühnenerprobt genug, um die Temperaturen des splash!-Sommers zumindest temporär deutlich hochzuziehen.

06

Lunice

Wenn er nicht gerade mit Hudson Mohawke als TNGHT den internationalen Party-People Trap-Beats beibringt, mit Superstar-Producer Diplo abkumpelt oder verspultes Instrumentalwerk für die moderne Rap-Avantgarde vorlegt, zeichnet sich der Ex-B-Boy als exzellenter DJ, Perfromer und Rampensau aus. Auch seine eigenen Electro-Hybride konnten wir zuletzt auf dem splash! 2014 bewundern – Gott sei Dank kommt Lunice jetzt zurück nach Hause!

07

Schlachthofbronx

Da haben sich die beiden Münchner ja was eingebrockt: Bene und Jakob aka Graf Stierenfroed und DJ King Augenring reißen mit ihrer sich ständig neu erfindenden Tanzmusik namens „Munich Bass“ auf der ganzen Welt Partys ab und sind zumindest in entsprechenden Party-Zusammenhängen global fame – aber den Namen kann außerhalb des deutschsprachigen Raums niemand aussprechen. Ist aber auch latte: Hier geht’s ganz ausdrücklich um den Abriss – nachzuprüfen im Juli in Ferropolis.

08

Ta-Ku

Einflüsse: Dilla, Hudmo, Dwele, Baauer. Wer sich nicht vorstellen kann, was für eine Musik dieser RBMA-Absolvent aus dem australischen Perth macht, der sollte mit dieser Info eigentlich bestens bedient sein. Genau, Ta-Ku macht dope Beats mit Geschmack und Kante. Und das mittlerweile nicht mehr nur für sich im Kinderzimmer, sondern als Remixer für ganz viele andere Menschen mit Geschmack: Chet Faker oder Flume on the one hand, Justin Timberlake on the other hand – und Partys beschallen kann er auch äußerst routiniert und dope.

09

Fruchtmax & Hugo Nameless

#WKM$N$HG – dieses Hashtag hat mittlerweile wohl jeder mal gesehen, der sich für Deutschrap interessiert und einen Twitter-Account betreibt. Was das bedeutet? Ganz einfach: „Wie kann man sich nur so hart gönnen?“ Verantwortlich für Slogan und dazugehörigen Trap-Hit: die jungen Berliner Rapper Fruchtmax und Hugo Nameless – und die gönnen sich im Juli zum ersten Mal eine Ferropolis-Bühne. Wie kann man nur?

P.S.: Wir werden euch natürlich weiterhin mit News rund um die Green Stage (kuratiert von Jakarta Records, Betty Ford Boys und Through My Speakers), Campingplatz etc. versorgen. Wir sehen uns in Ferropolis!