Soundcloud Treasures: Jazz-Samples und #realrap

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Statt verheulter Grunge-Hymnen oder depressiver Suicide-Schreie, die die letzten Male Nina Nageles Soundcloud-Liste regiert haben, gibt es heute mal wieder mehr Rap. Straight-Forward-Bars und soulige Samples, irgendwo zwischen Pianos und Bläsern, direkt aus verrauchten Jazzclubs und dazu ein paar trappige Beats – #realrap eben. Baro, die 301-Crew, Drew Famous, Gracy Hopkins, Santhosh und Levi Hinson bilden die riesige Welle, die auf uns zu rollt und unsere alten Lieblingsrapper und -produzenten wegschwemmt.

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Soundcloud-Classic: Baro – See Less

„We roll deep under night skies/Zoning off a joint and my homies off them white lines/I find that sometimes I see less/This old shit corny mother fucker yo its me next“ – Baro ist unser liebster Stoner (wir ignorieren die „white lines“). Denn wenn man sich schon entspannt in andere Sphären raucht, sollte man es wenigsten mit niveauvoller Hintergrundmusik machen. Der Australier beschallt uns deswegen mit jazzigen Piano- und Bläser-Samples, die direkt aus einem verlebten Kellerclub stammen könnten, kombiniert mit leicht depressiven, aber doch beruhigenden Laid-Back-Raps über’s Leben.

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301 – FAMILY FOOD (prod. TXT ME)

301 ist ein junges Künstler-Kollektiv aus der DMV-Area und, wie wir bereits wissen, kommt eigentlich nur Gutes aus dieser Gegend rund um DC, Maryland und Virginia – Oddisee, Wale, GoldLink, Pharrell, Timbaland, und Missy Elliott sind nur wenige Beispiele dafür. Paskkal the Landlord, Jacob Daley und Jay Berk von 301 liefern weitere Beweise für diese These. Auf dem Soundcloud-Channel der 301-New-Wave klingt alles nach Sommer, Sonne und Soul – und wir lieben es.

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Drew Famous – Drawing Board (prod. by Anthony Cruz)

Drew Famous ist mit seinen 650 Soundcloud-Follower zwar weder berühmt, noch steht er kurz davor, es zu werden – verdient hätte er es sich aber alle mal. Gerade wie er auf seiner Platte „Running In Places“ harte trappige Beats mit #realrap-Vibes kombiniert, kann man sich wieder und wieder geben. Gemeinsam mit seinen nicht viel bekannteren Feature-Gästen könnte er die nächste Generation unserer Lieblingsrapper bilden.

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Lou Berry feat. Gracy Hopkins – Bloom

Herunter vom Eiffelturm schickt uns Lou Berry ganz viele Bisous, französische Romantik und einen hypnotisierenden Mix aus Soul, Funk, HipHop, Jazz und elektronischer Musik. Zwischen den vielen HipHop-lastigen Produktionen des jungen Franzosen, finden sich aber auch immer wieder Ausflüge in Deep-House-Ambient-Gefilde. Viel wichtiger ist aber „Bloom“, die dank Gracy Hopkins noch viel schöner blüht.

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santhosh. feat. Levi Hinson – WITHER.

Santhosh ist selbsternannter #SoulTrap-Pionier, Loop-Digger und derzeit unser Lieblings-Producer-Nachkömmling aus Toronto. Nicht zuletzt aufgrund des souligen Seelen-Tracks „Wither.“, der sich mit Klaviergeklimper und Vocals von Oklahoma-Frischling Levi Hinson (auch gleich vormerken) in unseren musikliebenden Herzen festsetzt.