Die spannendsten Fashion Brands 2017 // Jahresrückblick

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Ok, Streetstyle war dieses Jahr ein verdammt großes Ding. Teilweise so absurd, dass man sich den Supreme-Ziegelstein am liebsten 40-mal gegen den Kopf geschmettert hätte oder sich in dem Louis Vuitton-Koffer begraben lassen wollte. Aber ey, cheers auf diese wunderbare Konsumsucht, die unsere Culture wieder ein Stück nach vorne bringt (fühlt ihr die Ironie?). Trotzdem können und wollen wir das ganze nicht vollkommen schlecht reden, denn unsere Fashion-fokussierten Seelen wünschen sich dann doch, ein Teil dieser Welle zu sein und verfolgen diese spannenden Marken aufmerksam. Wir haben euch hier schnell ein paar Brands aufgeführt, die unserer Meinung nach dieses Jahr die größten Wellen geschlagen haben – und ja, Off-White/Vetements-Bla Bla hin oder her, ihr wisst eh Bescheid.

Balenciaga

Ja, wahrscheinlich kann sich niemand von uns irgendwas aus den aktuellen Kollektionen leisten (ohne danach zwei Monate zu hungern), trotzdem hat Balenciaga dieses Jahr sowohl Fashion, als auch den stylischen Part der Rap-Welt regiert. Dass die Pariser Marke seit kurzer Zeit einen so enormen Hype in der Streetstyle-Welt hat, kam nach dem letztjährigen Gucci-Trend nicht mehr so unerwartet – eigentliche High Fashion-Brands wissen eben, dass in der jungen Streetstyle-Szene massig Geld vergraben liegt. Außerdem hat Balenciaga seit Ende 2015 ja einen neuen Creative Director, und zwar den eigentlichen Head Designer von Vetements Demna Gvasalia. Macht also alles irgendwie Sinn, auch Ikea-Lookalike Taschen und die klobige Silhouette des Triple S.

A-COLD-WALL*

Noch zu exklusiv, dass der Mainstream-Konsument zu 100% Ahnung davon hat, aber in Kenner-Kreisen ohne Frage ganz an der Spitze – A-Cold-Wall ist ganz klar einer unserer Favourites dieses Jahr. Zwei Runway-Shows, Pop-Ups rund um den Globus und ja, auch Designer Samuel Ross hat sich 2017 auf die Pflicht-Nike-Kollabo eingelassen und dabei ganz eindeutig die spannendste AF1-Ausführung (sorry, Virgil) kreiert.

032c

032c hat einen besonderen Platz in dieser Liste. Das Berliner Magazin hat ganz nebenbei nämlich einige der Key Pieces dieser Saison geliefert. Von Motocross-Longsleeves über mit Swarovski-Steinen besetzte Bauchtaschen bis hin zu der jüngsten Kollektion mit den Berlin Kidz – immer wieder gab’s neben dem wunderbaren biannualen Fashion-, Lifestyle- und Art-Magazin ein paar Apparel-Schmankerln. Und weil wir niemals genug haben werden, freuen wir uns auf die erste richtige Menswear-Kollektion, die in zwei Wochen während der Pitti Uomo vorgestellt werden wird.

Stone Island

Funktionsmode (why klingen Fashion-Wörter im Deutschen immer so beschissen?) wird wahrscheinlich immer irgendwo einen Platz in der Streetstyle-Welt finden. Gut für Stone Island, denn die haben dieses Jahr wohl ganz klar regiert, was functional fashion angeht. Sweater, die je nach Temperatur ihre Farbe ändern und eine komplette Range, die ein Höchstlevel an Qualität garantieren.

Merch, Rapper-Kollabos & Co

Ach, was haben wir dieses Jahr Scheine für Merch liegen lassen. 21 Savage hat uns mit seinem Issashop verzaubert, Tyler hat mit der Converse-Kollabo neben der klassischen Golf Wang-Range quasi doppelt Geld abgenommen und Brockhampton lieferten das passende Outfit für unsere Boyband-Dreams. Und während wir die H&M-Kollektion von oder für Young Thug versuchen auszublenden, müssen wir zugeben: unbezahlbare Brands hin oder her, Merch blieb dieses Jahr ganz klar unser Fashion-Favorit.