Mittwoch: Schoolboy Q x The Underachievers x Fabi Süd x Pusha T

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Schland steht in der K.O.-Runde, die Woche ist halb geschafft und das Rap-Geschehen bot heute auch ein paar Gründe zur (Vor-)Freude (s/o an Schoolby Q), zum Hören (s/o an Tua) und zum Staunen (s/o an Yung Hurn).

01

Schoolboy Q – Blank Face (Trailer)

„Gute Alben sind immer Filme“, hat der werte Pusha T mal in einem Interview gesagt. Auch unser aller Zweitlieblingsrapper Schoolboy Q steht kurz vorm Release seines neuen Films, äh, Albums „Blank Face.“ Rund zwei Jahre nach „Oxymoron“ kehrt am 8. Juli (ja, am splash!-Freitag) der Schuljunge zurück auf die Leinwand im LP-Format und hat konsequenterweise gleich mal einen Trailer dazu gedreht. Good looking.

02

Tua – Narziss (Snippet)

In der letzten Woche erschien Tuas Werkschau „Kosmos Box“, bestehend aus seiner bisherigen Diskografie (ausgenommen des Debütalbums „Nacht“) und der neuen „Narziss“-EP. Diese hat nun auch eine audiovisuelle Nachbearbeitung erhalten – natürlich im stimmungsvollen Schwarzweiß-Look, rauchenden Frauen in Akt-Pose und weiten künstlerischen Akzenten, die die Handhabe des Orsons-Viertels bildgewaltig unterstreichen.

03

The Underachievers – Play That Way

Die Beast Coast ist mittlerweile ein gutes Stück weg von ihrem einstigen Internet/Untergrund-Dasein. Doch bevor hier irgendwelche Realness-Debatten losgetreten werden konnten, releasten die Underachievers bereits vor ein paar Wochen die lockere (flockare) Rap-Fingerübung „It Happened In Flatbush“, um noch einmal klarzustellen, dass es nach wie vor, um Beats und Raps geht. Worum auch sonst?

04

„Backspin Hoods“ mit Fabi Süd

Normalerweise halten wir uns mit Berichterstattungen anderer Medien zurück, doch abermals ist es den Kollegen der „Backspin“ gelungen, in unserem Tagesrückblick zu landen. Der Grund hierfür ist dieses Mal aber kein „episches“ interview, sondern Niko Hüls‘ Besuch auf dem splash!-Festivalgelände in Ferropolis und ein Rundgang mit Redaktions-Ehrenmitglied Fabi Süd.

05

Jeezy feat. Future & 2 Chainz – Magic City Monday

Es hat eine Zeit gegeben, da haben Jeezy (damals noch mit einem Young im Vornamen) und vor allem seine Adlibs (eyyyyyyyy) die Welt regiert. Der Snowman hält sich allerdings auch gut elf Jahre nach „Let’s Get It: Thug Motivation 101“ einigermaßen relevant, featurete er doch auf der ansonsten recht klassischen Kleindealer-Anthem „Magic City Monday“ den unverzichtbaren Future und den grundsympathischen 2 Chainz. Für ein bisschen Nostalgie-Feel reicht das aber auch.

06

Logic feat. Pusha T – Wrist

Technikfetischist trifft auf Wortspielakrobat – redaktionsintern ist Logic nicht unbedingt ein Sureshot, Pusha T hingegen schon. Entsprechend dürften auch außerhalb der Büroräumlichkeiten die Meinungen über den heute geleakten „Wrist“-Song auseinandergehen. Die einen lieben den vielleicht einzigen, echten Eminem-Nachfolger, die anderen finden, dass der beste Kleindealer-Turned-Poet keine Verstärkung auf so einem reduzierten Hypno-Hop braucht. Entscheidet selbst.

07

Hanuschplatzflow – Die Dokumentation

Seit rund anderthalb Jahren betonen wir schon, dass Wien die neue Rap-Hauptstadt ist (und waren damit übrigens, laut unseren Infos, die ersten im Deutschrap-medienbetrieb). Nun haben sich die Kollegen von „Noisey Alps“ auf dokumentarische Spurensuche begeben und einen Film über ein Kollektiv gedreht, das mindestens mitverantwortlich für den Ösi-Rap- und Cloud-/Trap-Hype ist: die Hanuschplatzflow Posse um Crack Ignaz und Yung Hurn. Sehenswert? Ja, sippi.

08

Samiyam & Earl Sweatshirt – Mirror

Samiyam, seines Zeichens ein sehr geschmackssicherer Produzent aus L.A., weiß: „Animals Have Feelings“. Dementsprechend tierlieb ist sein gleichnamiges Album auch gestaltet; über ein Konterfei des Protagonisten ist das Muster eines Giraffenfells gelegt. Im Video zum Feature mit Earl Sweatshirt kommen zwar keine Tiere vor, dafür sehr tighte Grafiken von Ruff Mercy. Sehr dope, von allem her.

09

Patrice – Burning Bridges

„We were born in an open war, can’t remember how it was before.“ Patrice ist zurück – und so conscious wie eh und je. Und natürlich ein großer Songwriter und Sänger wie eh und je. Dass sein kommendes Album „Life’s Blood“ wieder mal jeden vom HipHop-Head bis zum Radiohörer abholen wird, davon sollte man jedenfalls ausgehen.

10

Yung Hurn & Lex Lugner – Offizielle EM Hymne 2016

Wie man eine offizielle EM-Hymne macht? Einfach den Videotitel von „Wiener Linien“ zu „Offizielle EM Hymne 2016“ ändern. Bam Oida.