Melt Festival präsentiert: Zebra Katz // Live

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Ja, das Melt Festival ist die erste Anlaufstelle für elektronische Musik in der deutschen Festivallandschaft. Wer aber denkt, dass das Melt nur „nznznznz“ zu bieten hätte, hat sich vertan. Schon von Anfang an sind auch HipHop-Liebhaber und vor allem die, die über Genregrenzen hinaus schauen, auf ihre Kosten gekommen. Um euch die Auswahl zu erleichtern, haben wir unsere persönliche Melt!-Selektion vorgenommen, die euch bestimmt nicht enttäuschen wird. Wir starten mit: Zebra Katz. (Achtung: Free Tickets!)

„First name Zebra, last name Katz/middle name fuckin‘ what you know about that“. Zebra Katz wandert mit seinem Sound irgendwo zwischen Club-Beats, Spoken-Words und Voguing – am Melt! wird er jeden auf Ferropolis mit seinem Weirdo-Rap infizieren.

Hinter der exzentrischen Bühnen-Persönlichkeit steckt der New Yorker Ojay Morgan, der Zebra Katz im Zuge eines Abschluss-Projektes an der Kunstuni schuf. Aus dem Uni-Projekt wurde dann aber schnell eine viel geliebte Kunstfigur. Als Rick Owens 2012 Zebras Track „Ima Read“ auf seiner Fashion-Show in Paris spielte, war der Brooklyn-MC plötzlich in aller Munde – innerhalb von einer Woche wurde das Video 200.000 mal geklickt. Er selbst beschreibt sich als „black, queer and other“ – alles keine Eigenschaften, die sich einfach in der HipHop-Kultur niederlassen, das will Zebra Katz ändern. Fernab von einer protzenden Rap-Attitüde verankert er die Queer-Rap-Szene mit seinem vielseitigen, poetischen Sound auf der musikalischen Landkarte.

Mittlerweile stehen neben seinen eigenen drei Mixtapes und vier EPs unzählige Features mit Rap-Größen wie Busta Rhymes oder Gorillaz auf seiner Output-Liste. Mit niederschmetternden, aber minimalistischen Club-Beats, schneidenden Versen und 80er-Voguing-Flair verpasst er Engstirnigkeit und Diskriminierung einen Schlag ins Gesicht.

Kein Mula für Melt-Tickets? Kein Grund zu weinen, wir versorgen euch mit 2×2 Festival-Pässen! Schreibt einfach eine Mail mit dem Betreff „Too Broke for Melt!“ und eurem vollen Namen an win@splash-mag.de! Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen.