Römer Produzent MadD3e im Interview – „Mein geheimer Traum ist eine Kollabo mit Snoop Dogg.“

von am

Rom hat den Funk! Spätestens seit den großartigen G-Funk-Produktionen des italienischen Produzenten MadD3e darf man diese These unbescholten aufstellen. Nach unzähligen Remixen und kleinen Soundcloud-Hits hat er am seine neue Mini-EP veröffentlicht. Wir präsentieren die beiden Songs und haben MaD3e ein paar Fragen gestellt.

„P For Popping“ und „Bounce Right“ sind als Teil der „Split Series“ von Voyage Funktastique erschienen, ein internationales Kollektiv, dass es sich ausgehend von Montreal, Kanada, zur Mission gemacht hat, modernen Funk auf dem Globus zu verbreiten. Anlässlich dieser Veröffentlichung haben wir MadD3e ein paar Fragen gestellt.

Du kombinierst Elemente aus Future Beats, G-Funk und klassischen HipHop-Beats. Wie hast du denn deinen Stil entwickelt und was waren deine anfänglichen Inspirationsquellen?

Ich bin irgendwann über Daft Punk und Trentemøller gestolpert. Das sind zwar zwei Künstler, die komplett was anderes machen, als ich zurzeit, aber sie haben mich dazu gebracht, Musik und Sound auf eine andere Art zu hören. Als ich das erste mal Ableton Live verwendet habe, war ich 14 Jahre alt. Damals habe ich aber nicht wirklich Musik produziert, sondern eher Sound-Design und Elektronik-Kram gemacht. Es ist gar nicht so lange her, dass ich angefangen habe, neue Musik zu hören – Soundcloud und den ganzen Future-Stuff. Aber ich habe mich schon immer für Basslines und Drum-Patterns von irgendwelchen HipHop-Artists, wie zum Beispiel Timbaland oder Battlecat, interessiert. Ich liebe auch Jazz und Soul – vor allem wegen dem besonderen Feeling. Diese verschiedenen Einflüsse haben meinen Sound zu dem gemacht, was er heute ist.

Rom ist nicht wirklich bekannt für irgendwelche krassen Produzenten – bis jetzt. Wie ist es in dieser Stadt zu arbeiten und wie beeinflusst es dich?

Rom ist kein inspirierender Ort, um ehrlich zu sein. Die meisten Menschen sind dort nicht an neuer Musik interessiert – beziehungsweise an Musik generell. Aber das kann teilweise auch ganz gut sein, denn so haben wir nicht wirklich viel Konkurrenz und wir können einen andersartigen Sound entwickeln. Ich muss zugeben: Am Anfang war es wirklich schwierig, vor allem wenn es darum geht, wie man Musik macht. Ich hatte wirklich Glück, dass ich meinen Kumpel BVRGER hatte. Wir haben uns zusammengetan und uns gegenseitig dabei geholfen zu wachsen.

Was für Künstler inspirieren dich denn im Moment?

Ich höre zurzeit gar nicht so viel Musik, weil ich die meiste Zeit im Studio bin und selbst Musik mache. Wenn ich aber Zeit habe, dann höre ich neues Zeug, wie Anderson .Paak, Noname, Robert Glasper, Thundercat und ganz viel Kanye West. Hin und wieder stöbere ich auch durch meine alten Festplatten und höre mal wieder alte Juwelen, wie D’Angelo, Bilal, J. Dilla, Stevie Wonder wieder.

Mit wem wäre denn deine Traum-Kollaboration?

Das ist eine schwere Entscheidung, aber ich glaube, zurzeit wäre das Anderson .Paak. Er hat diesen wirklich coolen, wiedererkennbaren Style und ich liebe die Stimmung seiner Musik. Mein geheimer Traum wäre aber eine Kollabo mit Snoop Dogg. Irgendwie fange ich die meisten meiner Tracks an, indem ich an ihn denke, wie er dazu tanzen und rappen würde.

Was für Projekte hast du denn in naher Zukunft geplant?

Ich bin wirklich sehr launisch, also meine Musik könnte sich von heute auf morgen verändern. Das einzige, das ich verraten kann ist, dass ich gerade mit einigen Sängern arbeite und ein weitere Instrumental-Tracks mache. Ich denke außerhalb von Genres, da mich das davon abhält, mit neuen Sachen zu experimentieren. Deshalb probiere ich immer Neues aus und halte meine Sound auf Takt. You never know, I’m a Mad D in the end.