Graffiti-Legende Loomit veredelt Paulaner-Turm in der Münchner Au

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Graffiti ist temporäre Kunst – oft aufgrund übermotivierter Putzkolonnen, intoleranter Behörden oder frecher Konkurrenz, manchmal auch einfach, weil die ganze Wand abgerissen wird. So passiert auf der Münchner Au, wo Sprüher-Legende Loomit das alte Malzsilo der Paulaner-Brauerei veredelt hat – noch kurz bevor es dem Erdboden gleich gemacht wird. Ein kurzes Gespräch mit Loomit.

Das Paulaner-Mural ist eine Hommage an die Münchner Au. Welchen Bezug hast du dazu und wie ist der Entwurf zum Mural entstanden?

Ich wohne nicht weit vom Turm entfernt und kenne die Au gut. Außerdem kann man mit solchen Höhen gut mit dem Himmel-Hintergrund arbeiten – deshalb der Durchbruch.

Du hast unzählige Murals gemalt. Was reizt dich nach wie vor an dem Format?

Na hier war es die Aussicht, und vor allem „size matters“.

Welche Projekte hast du in naher Zukunft geplant?

Hausaufgaben: Vor meinem Studio entsteht gerade eine kleine Containerstadt und die hat Fläche.

Als Loomit vergangene Woche die letzten Outlines und Fill-ins vollendete, war die Münchner Au grau. Ganz im Gegensatz zum Piece des Veterans: Auf dem 53 Meter hohen Turm auf dem alten Gelände von Paulaner skizzierte Mathias Köhler alias Loomit einen visuellen Durchbruch, der die sommerliche Seite der Au hervorhebt – eine Hommage an die Münchner Au und die alte Heimat von Paulaner. Groß(flächig)e Kunst – die womöglich nicht mehr lange zu sehen sein ist. Der genaue Abrisstermin des Malzsilos ist aber allerdings noch nicht bekannt.