LGoony & Crack Ignaz reißen Berlin ab

Es gibt diese denkwürdigen Abende, an denen man sich sicher ist, dass man einen Anfang von etwas Neuem miterlebt hat. Auf der gerade abgelaufenen Tour von LGoony und Crack Ignaz wurden die Zuschauer immer wieder Zeuge dieses Gefühls. Der Tour-Abschluss am Berliner Samstag brachte dann nochmal perfekt auf den Punkt, dass dieser erste Hype auch gerade erst ein Anfang ist.

Weit mehr als 600 Fans – und natürlich auch die typischen, schaulustigen Hypebeasts – hatten sich im Lido versammelt, um LGoony und Crack Ignaz sowie die Vorgruppen Juicy Gay und Trettmann mitzuerleben. Zweimal war das Konzert hochverlegt worden und auch das Lido war nach wenigen Stunden erneut ausverkauft. Der denkwürdige Abend hatte sich also angekündigt – nur, ob der Hype auch live gerechtfertigt sein würde, konnte zum Zeitpunkt des Ticketkaufs kaum jemand vorausahnen. Fazit: Am Ende waren selbst die kritisch-verkrampfte Berliner Musik- und Medienbranchen-Vertreter im Moshpit verschwunden und selbst die verirrten Realkeeper waren sich nach dem Gig sicher, dass diese beiden Künstler ganz genau wissen, was und vor allem wie sie es tun und dass hier mal wieder die Musik im Vordergrund steht. Auch wenn die Berichterstattung über das Un-Genre „Cloud Rap“ oft so anders klingt.

Hendrik Altmeyer alias theoceaniam hat den recht realen Turn-up fotografisch festgehalten.