LGoony & Crack Ignaz veröffentlichen „Aurora“ (jetzt!)

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Dass der Goon und Ignaz K zusammen auf „NASA Universe“-Tour gehen, ist seit Monaten ausgemachte Sache. Aber wie sieht eine gemeinsame Show von zwei Künstlern aus, die genau einen (1) gemeinsamen Song veröffentlicht haben? Mit ein paar mehr Titeln macht es auf der Bühne gleich viel mehr Spaß. Also machen die Boyz die Beyoncé und veröffentlichen mal eben ein komplettes Album. Oder Mixtape. Oder EP. Nenn es, wie du willst – aber „Aurora“ ist ein Statement.

Foto: Roberto Brundo (www.robertobrundo.com)

Foto: Roberto Brundo (www.robertobrundo.com)

Heute vor einer Woche: Ein Salzburger und ein Kölner arbeiten in den Red Bull Studios Berlin. Der Kölner shoutet „Oida“ ins Mic – gut zehnmal und gut zehnmal so laut, wie man es sonst von ihm kennt. Knappe drei Tage haben sich LGoony und Crack Ignaz in dem kleinen Studioraum verschanzt, um die Tracks für „Aurora“ aufzunehmen. Die fertig skizzierten Texte sowie Beats von DJ Heroin, Lex Lugner, GEE Futuristic, hnrk, Yung Nikki3000 und padillion haben sich die Jungs nach Berlin mitgebracht. Die Songs arbeiten sie in hochwertigster Akkordarbeit ab. Wenn sie am zweiten Studiotag nicht so viele Stunden darauf verwendet hätten, das Auto-Tune-VST zu organisieren und in der ungewohnten Mac-Umgebung zum Laufen zu bringen, wären auch problemlos fünf weitere Hits entstanden. Nichtsdestotrotz ist das Release natürlich eine Punktlandung: Dexter hat die Songs vor gut vier Stunden fertig gemastert und die Postproduktion für das „Oida Wow“-Video, das die Jungs von Live From Earth in einer Nacht-und-Nebel-Aktion am vergangenen Donnerstag gedreht haben, ist ungelogen eine knappe Stunde vor Release fertig geworden. Der abgeschlossene YouTube-Upload war der Startschuss für „Aurora“.

Während der Großteil der Presse wahrscheinlich wieder mit der unsäglichen „Cloud-Rap“-Vokabel um sich schmeißen wird, um „Aurora“ zu beschreiben, könnte man auch feststellen, dass die Tracks überraschend aggressiv geraten sind. Gerade Songs wie „XN“, „7000“ oder „Tokyo Boys“ sind mehr „Drill“ als die verspulte Kiffer-Musik, die man von LGoony und Crack Ignaz zusammen zunächst erwarten könnte. Perfektes Material für die anstehenden Liveshows könnte man auch sagen. Auf die freuen wir uns nun umso mehr. Stand heute stellen wir fest, dass man sich mit dem Ticketkauf besser beeilen sollte – denn das Audiocrack, das von diesen Jungs gekocht wird, ist heiß begehrt.

„Aurora“ kostenlos runterladen.