Anti-Visuals: Kodak Black wird politisch

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Zumindest im Video zu „Tunnel Vision“ wird gegen das System, Trump und dessen Rassismus geschossen. Textlich wünscht sich Kodak Black einfach nur ein Girl, das ihm zuhört.

Kodak Black ist in letzter Zeit nicht mehr aus der medialen (HipHop-)Berichterstattung wegzudenken – nur leider vor allem in negativen Kontexten. Da war dieser Beef mit Lil Wayne, dann hat er sein Liebesspiel im Hotelzimmer Live auf Instagram übertragen, seine neue Frisur wurde zum Internet-Lol und dann ist da noch das laufende Verfahren, das ihn einer Vergewaltigung bezichtigt. Da ist es zur Abwechslung ganz schön, den Pompano-Beach-Bad-Boy aufgrund seiner Musik in den Schlagzeilen zu sehen. Schon Ende letzten Jahres hat Kodak „Tunnel Vision“ in einem kurzen Instagram-Video vorgestellt und gefühlte zwei Sekunden später gab es ein Rip auf Soundcloud mit inzwischen über einer Million Plays. Nun gibt es endlich das offizielle Release der filmreifen Metro-Boomin-Southside-Produktion. Während das Michael Garcia produzierte Video kräftig gegen Rassismus und das System feuert (ein America-Hate-Again-Cap und ein hängendes KKK-Member), konzentriert sich der Text, neben ein paar wenigen politischen Zeilen, doch eher auf Kodaks Liebesleben. Wir nehmen es ihm nicht übel, der Track ist nichtsdestotrotz einer seiner besten.