Redaktionscharts: Alex Metz // Jahresrückblick

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Das alte Jahr ist zu Ende gegangen und wir hören langsam auf, zurückzublicken. Insgesamt war vieles schlecht, vieles langweilig, vieles einfach nur verachtenswert. Musikalisch gesehen gab es dennoch einige Lichtblicke. Aber weil auch das bekanntlich Geschmackssache ist, haben wir unsere Schreiberlinge gefragt, welche zehn Momente, Songs, Alben, Pranks oder was auch immer ihr Hip Hop-Jahr geprägt haben. Als kleinen Bonus heute mit unserem freien Autor Alex Metz.

10

Frechdachs-Move

Weil zehn Plätze verdammt wenig Platz bieten, nutze ich den zehnten Platz für alle Honorable Mentions, die mir spontan einfallen – King Krule, Yaeji, Burial, JD.Reid, Big Shaq, Smokepurpp, Modee, 21 Savage, GoldLink, J Hus. Ihr wisst, wer ihr seid. Kudos.

09

Migos – CULTURE (Album)

Ein Manifest. Der Sound einer gesamten Ära. „Papa, was für Musik lief eigentlich in den 10ern? – CULTURE, meine Tochter.“

08

Sampha – Plastic 100°C (Track)

Brachte unsere Herzen dieses Jahr mit seinem ersten Album zum Schmelzen. Wie Plastik. Bei 100°C.

07

Ufo361 feat. Gzuz – Für die Gang (Video)

Herausragender Track, Dicker ja?

06

Brockhampton – Heat (Video)

Odd Future 2.0, für Leute, die es sich leicht machen wollen. Dabei bietet das Künstlerkollektiv um Mastermind Kevin Abstract von genialen Videos, großartigen Artworks, interessanten Beats, tiefgründigen Lyrics bis hin zu uniquen Einzelkünstlern und einem verdammt nochmal schwindelerregenden Arbeitsethos alles, was das Herz begehrt. Sie sind odd, sie sind die Zukunft. Dennoch, Brockhampton ist Brockhampton bleibt Brockhampton.

05

Tyler The Creator – Boredom (Track)

Von „Odd Future 2.0“ hin zum Original. Tyler schöpft sein komplettes musikalisches Genie aus und schafft damit sein Magnum Opus. Das Song-gewordene Oxymoron „Boredom“ ist zwar der vermutlich beste Song aus Flower Boy, steht an dieser Stelle aber auch stellvertretend für das gesamte Album.

04

Trettmann – #DIY (Album)

„Gib mir nur einen Song, den ich fühlen kann“ – Trettmann gibt uns ein gesamtes Album. Danke.

03

Sango feat. Dkvpz – Respeita (Track)

Zugegeben, der 808-Genius und Soul Selection-Member aus Seattle hatte schon bessere Releases als „De Mim, Pra Você“. Weil er das aber mit dem wohl besten Song seiner Karriere ausgleicht, geht das schon klar.

02

Sega Bodega feat. Shygirl – CC (Video)

Schottland scheint fruchtbaren Produzenten-Boden zu haben. Den besten Song des Jahres aus dem Nordzipfel des UKs brachte uns derweil weder Hudson Mohawke noch Sam Gellaitry, sondern Glasgow-Native Sega Bodega, mit charmanter Unterstützung von Shygirl. Ignorantes Spoken Word trifft auf Bass. Viel Bass.

01

Jorja Smith & Preditah – On My Mind (Track)

Garage ist zurück. Und das ist vermutlich die positivste Nachricht, die man aus 2017 mitnehmen kann. Der Birmingham/Walsall-Connection aus Jorja Smith und Preditah sei Dank.