Ucon Acrobatics – „Wir machen immer genau das, was uns Spaß macht.“

Seit nunmehr 14 Jahren legen Jochen Smuda und Martin Fussenegger vom Berliner Modelabel Ucon Acrobatics besonderen Wert auf hochwertige Stoffe und cleane Designs mit einer beachtlichen Detailvielfalt. So ist es nicht verwunderlich, dass diese Attribute auch in ihrer neuen Spring/Summer-Kollektion zu finden sind. Diesmal hat man zudem das Designstudio Deutsche & Japaner ins Boot geholt.

Die Spring/Summer-Kollektion 2015 wird von leichten, fließenden Stoffen, weichen Strickmaterialien, bestickter Baumwolle sowie funktionalen Stoffen geprägt. Ergänzend zur eigentlichen Kollektion präsentiert Ucon eine Artist-Kollektion mit den Mannheimer Grafikern von Deutsche & Japaner. Diese zeichnet sich durch den Einfluss verschiedener Sportstile aus, woraus eine Kollektion mit urbanem Charakter entstanden ist. Ergänzt wird das Konzept durch harte Schwarzweiß-Kontraste, die durch computergenerierte Bildgrafiken aufgebrochen werden und an Farbwolken alter Batik-Techniken erinnern sollen.

Auch für das Lookbook arbeitete Ucon mit Deutsche & Japaner zusammen. Die Ausgestaltung oblag dem Amsterdamer Studio severafrahm.

Ucon Acrobatics wurde zunächst als Skate-Label gegründet. Einflüsse aus dem Skate-Bereich sind in der aktuellen Kollektion aber kaum noch zu finden. Wann und vor allem wie kam es zu dem Wandel?

Wir haben uns mit Ucon Acrobatics immer auf die Fahne geschrieben, authentisch zu sein und das auch in Zukunft zu bleiben. Wir sind früher alle viel geskatet und so lag es auch nahe, Mode in diese Richtung zu entwickeln. Aber wie es dann so ist, wenn Muskeln und Knochen nicht mehr ganz so wollen wir man selbst, schaut man sich nach anderen Dingen um und entwickelt sich weiter. Für uns war das fließender Übergang. Wir haben nicht vom einen auf den anderen Tag gesagt, dass wir kein Skate-Label mehr sein wollen, aber nach und nach wurden andere Einflüsse wichtiger. Das ist ein ganz normaler Prozess, den jeder am eigenen Leben beobachten kann. Wir wollen immer genau das machen, was uns Spaß macht und was wir gut finden. Also unsere eigene Interpretation von Mode nach vorne treiben. Durch diesen Ansatz haben wir uns Stück für Stück in eine eher künstlerische, designorientierte Richtung entwickelt.

Ihr kollaboriert oft mit anderen Künstlern für eure Kollektionen. Aktuell ist das Designstudio Deutsche & Japaner involviert. Könntet ihr euch auch vorstellen, mit einem Artist aus dem musikalischen Bereich zusammenzuarbeiten?

Auf jeden Fall. Wir haben ja auch schon ein kleines Projekt mit den Sexinvaders auf die Beine gestellt. Wir sind da gerade dran und können uns das sehr gut vorstellen. Mal schauen, was in nächster Zeit passieren wird, aber ich könnte mir schon vorstellen, dass sich durch die Kombination Mode/Musik noch sehr viele Möglichkeiten ergeben, um schöne Dinge zu starten.

Wenn du dir einen Artist für eine Kollaboration aussuchen dürftest, welcher wäre das?

National wäre das Max Herre. International wäre Jay-Z geil – all time favorite!

Welches ist dein Lieblingsstück der neuen Kollektion? Gibt es dazu eine Geschichte?

Das ist immer schwierig zu sagen, weil es bei mir auch alle zwei Wochen ein anderes ist. Momentan ist es das Liam-Shirt. Das ist ein super Stoff, der Schnitt sitzt wie ’ne Eins und ich mag es auch deshalb so gern, weil es nur dreißig Stück gibt und wir gerade noch eine halbe Rolle des Stoffs kaufen konnten, bevor er ausverkauft war und auch nicht nachproduziert wird.

Was läuft in deiner Playlist zur Zeit rauf und runter?

Ich hänge momentan ganz schlimm auf Ry X. Aber das ändert sich genauso schnell, wie die Lieblingsteile aus der Kollektion.

Eine letzte Frage noch: Was ist deiner Meinung nach das absolute Must-have, das in keinem Kleiderschrank fehlen darf?

Plain White Tee.