Gratis, aber nicht umsonst: Ali As droppt „Free Ali 3“

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Den dritten Teil seiner beliebten Free-Release-Serie nutzt der bayrische Booth-Baron Ali As als unterhaltsames Tool, um zu zeigen, dass er weiterhin zu den verlässlichsten, versiertesten und verspieltesten Lyricist des Landes zählt- und außerdem als Teaser für seine bevorstehende „Euphoria“-Tour.

Obwohl Ali auch im dritten Teil seiner kostenlosen EP-Dreingabe „Free Ali 3“ größtenteils auf internationalen Hit-Instrumentals wie „All The Way Up“ oder „Panda“ seine mehrsilbig-gereimten Kalauer, Seitenhiebe und Aufschneidersprüche präsentiert, verleiht der Münchner den hier eigentlich längst durchgespielten Songs eine erfrischende, aber vor allem eigenständige Note. Wie schon auf den ersten zwei Teilen liegt dies zum einen an Alis unbestrittener Wortgewandtheit, die mit Lines wie „Keine liebe für Reporter, weil die Medien selber/nur Partei ergreifen so wie Vietnamesen-Kellern “ den Unterhaltungsfaktor über die Gesamtspieltzeit auf Level halten, zum anderen an den stets schier beiläufigen Flow-Kombinationen, die vor allem zeigen, dass es hier um Skills und Spaßfaktor geht. Ali bestreitet den Löwenanteil, bis auf einen Gastbeitrag eines gewissen Kolja, von „Free Ali 3“ im Alleingang und demonstriert damit außerdem, dass das lyrische Niveau im deutschen Mixtape-Game nicht zwangsläufig unter den Tisch fallen muss, nur weil es sich um einen Free Download handelt. Mühelos, ungewzungen, dope – „Free Ali 3“ ist schnörkelose Rap-Musik, die zu keiner Sekunde bestreitet, auch solche zu sein. Und das ist verdammt gut so.