Freitag: Kay One x Lil Yachty x RZA x Massiv x Clams Casino x Kaas x Haiyti

Jaja, ihr habt sowieso alle schon das Bier/die Mate/die Vuvuzela aufgeschnallt und fiebert dem Anpfiff entgegen. Doch bevor um 21 Uhr wieder für vier Wochen König Fußball eure Gespräche/euren Alltag/erue Gedanken beherrscht, könnt ihr euch noch die letzten 45 Minuten mit Rap beschäftigen. Olè!

01

Haiyti & KitschKrieg feat. Joey Bargeld – Akku

Diese Kollabo konnte ja gar nicht schiefgehen: KitschKrieg haben gerade Trettmann zum wohl beliebtesten Dancehall-Sänger-Turned-Rapper geformt und Haiyti ist ja schon spätestens seit ihrem Mixtape „City Tarif“ die Cloud-Rap-Queen von der Elbe. Heute teamte das Producer-Team mit eben dieser und Joey Bargeld (#ok) ab. Kennen wir nicht. Es geht um leere Akkus. Kennen wir. Schon okay, dieser.

02

Chima Ede – Deine Religion

Chima Ede hat mit seinen letzten zwei EPs ja bereits beweisen, dass er ein sensibler und ernstzunehmender Lyricist ist. Doch seine neue Single „Deine Religion“ ist ein besonders intensiver Gänsehaut-Rap. Es geht um nun ja, Verblendung im weitesten Sinne. Hut ab, True dat.

03

Kaas feat. Miwata – Jamaica, Jamaica

Kokoswasser, Grasrauchen, ungezwungene Bekanntschaften, das süße Leben – Kaas entkräftet auf seinem Comeback-Tune „Jamiaca, Jamaica“ nicht nur nerviget Urlaubsklischees und Kifferfantasien auf ziemlich beeindruckende Art und Weise, sondern macht nebenher auch mal so richtig Lust auf sein kommendes Reggae-Projekt. #irie

04

French Montana feat. Kodak Black – Lockjaw

„Mac & Cheese“, das kommende Album von French Montana, ist wohl startklar, doch das Cokeboys-Oberhaupt macht heute den Nostalgischen und droppt nochmal „Lockjaw“ aus seinem Mixtape „Wave Gods“, das sich langsam wohl zu einem Classic mausert.

05

Clams Casino feat. Vince Staples – All Nite

Calmmy Clams ist auf jeden Fall zurück (aber nicht wie verdautes Essen). Sein kommendes „32 Levels“ featured neben Genre-Orchideen wie Future Islands, auch A$AP Rocky, Lil B und Vince Staples. Der heutige Leak „All Nite“, ein hypnotischer Up-Tempo-Cruiser mit beklemmender Bassline auf der Rückhand, ist übrigens sogar noch vor Staples „Summertime ’06“-Album recorded worden. Man merke: Clams wird nie alt.

06

Massiv feat. Beirut & Granit – Al Massiva Collegejacke

Viereinhalb Minuten Belanglosigkeit? Für ehemals tätowierte Gotteskrieger wie Massiv und seine Vasallen gewiss kein Problem. Tragt ihr eigentlich auch noch „Al Massiva Collegejacke“? Also die mit dem Al-Massiva-Löwen-Wappen?

07

EM-Songs: Kay One & Manuellesen feat. Michelle Mendes – Deutschland Steht Auf

Was kann schlimmer als ein Auftritt auf schneebedeckten Bergen für den Fernsehgarten sein? Ein Song zu einem großen Fußball-Turnier. Kay One kann beides. Locker. Und als Sahnehäubchen ist sogar der gutgelaunte Pottweiler Manuellsen dabei. Wenigstens von dem hätten wir uns gewünscht, dass er Deutschland Karies statt Glück wünscht.

… MC Smook wünscht Dirk Nowitzki derweil, dass „wir“ Weltmeister werden.

08

Lil Yachty & Thumbz Link – No Cap

ATL im Doppelpack: Yachtys Lauf wurd geschickt genutzt, um nun auch Thumbz einem breiteren (#nokushallowed) Publikum vorzustellen. Dieser rollt mit frechen Adlibs und nicen Punchlines auf dieser Digital Beatz-Produktion out und man stellt fest, dass Yachty wohl zurecht derzeit Jedermann’s Liebling ist.

09

Bankz & Steelz – Giant

Rza und Paul Banks, normalerweise Sänger der Post-Punk-Kombo Interpol, haben ein Album gemacht namens „Anything But Words“. Indierock und Rap: Darüber würden Casper und Kraftklub vermutlich müde lächeln, aber in Amiland geht diese Idee wohl noch als Innovation durch. Die LP-Gäste sollen zudem Florence Welch (!), Kool Keith (!!) und u.a. Method Man (!?) sein, was immerhin ein bisschen Interesse weckt. „Giant“ ist die zweite Single nach der Mai-Veröffentlichung „Love And War“ und aber dann doch insgesamt eher ein Rap-Song, der auf einen vorhersehbaren Indie-Instrumental gepresst wurde. Braucht man also beides nicht.

10

Vona – Solange wir jung sind

Chimperator auf der Suche nach dem nächsten Cro – wenn man VONAs „Solange wir jung sind“ hört und das Video dazu sieht, kann man davon ausgehen, dass die Suche weiter gehen wird. So sacht-seicht produziert, dass einem glatt übel werden kann, und so viele Phrasen, dass man gar nicht mehr weiß, wogegen man jetzt als erstes anschreiben soll. Wir wissen einfach nicht so recht, was das soll.