Backflash: Freddie Gibbs über seine Vergangenheit

Am Ende des Monats soll Freddie Gibbs nächster Langzeitspieler erscheinen. Letzte Woche gab’s mit „Crushed Glass“ den ersten Vorboten, „No Prblms Freestyle“ über 6lack-Beat soll die Wartezeit verkürzen.

Im November 2015 hat Freddie Gibbs mit „Shadow of a Doubt“ sein letztes Studioalbum veröffentlicht – über ein Jahr und einem Freispruch in einem Vergewaltigungsprozess später, können wir uns auf den nächsten Langzeitspieler des Gangster Gibbs freuen. Am 31. März soll „You Only Live 2wice“ erscheinen, und mit massig Emotionen beladen sein. Denn inspiriert wurde das Projekt vom vergangenen Jahre und da war Einiges los. Freddie Gibbs Europa-Tour im Jahr 2016 nahm ein weniger erfreulichen Ende: in Frankreich wurde er mit einem europäischen Haftbefehl festgenommen, da eine Anzeige wegen Vergewaltigung aus Wien gegen ihn vorlag. Er solle sich 2015 nach einem Konzert an einer, von K.O.-Tropfen beeinträchtigten 17-Jährigen vergangen haben. Nach Auslieferung nach Wien und Aufenthalt in der Justizanstalt, kam es im September 2016 aber zu einem Freispruch. Freddie Gibbs ist unschuldig, sein Security eindeutiger Täter – seine DNA wurden am Opfer gefunden, ist aber aufgrund seines Aufenthalts in den USA für die österreichische Strafvollziehung nicht greifbar.

Letzte Woche erreichte uns dann „Crushed Glass“ als erster Vorbote seines kommenden Albums und der überstandene Strafprozess spielt eine bedeutende Rolle: „I just beat a rape case, groupie bitch I never fucked/Trying to give me ten for some pussy that I never touched/At a certain level, system tried to test a nigga’s nuts/Nigga hire like eleven lawyers, had to level up“. Ein Versuch das Vergangene zu Verarbeiten. Auch „No Prblms Freestyle“ befasst sich mit der Thematik seiner weniger sonnigen Laufbahn. Dazu wird 6lacks „Prblm“ kurzerhand von Modern R&B zum Drogeninfizierten Gangster Tune. „Niggas got problems/I got an AK4 that’ll mothafucking solve ‚em“. Freddies Probleme werden gelöst und wenn „You Only Live 2wice“ nur annähernd so klingt, wie die zwei düsteren Vorboten, sollte man sich auf einiges gefasst machen.