Dj Cruzifix und Uzi Mob droppen „Schreie aus dem Keller“

Mit „Schreie aus dem Keller“ releasen DJ Cruzifix und der Uzi Mob nun ein Mini-Album voller mörderischen Geisterstunden-Rap zwischen Axtmord-Arrangements und Friedhof-Chiller-Flows. Niemand wird euch schreien hören.

„Mein Glück ist, dass es keine Todestrafe gibt/Ich geh‘ nicht vor die Haustür ohne meine Clikk“ – der Uzi Mob bedient sich schon im Intro zu „Schreie aus dem Keller“ der klassischen Untergrund-Attitüde: keine neuen Freunde, keine wacken Beats, keine wacken Reime. Dafür Mordfantasien, Menschenverachtung und Horrorfilm-Instrumentals. Die Crew um den Strippen-, äh Gewitterzieher DJ Cruzifix (siehe Cover im astreinen Pen & Pixel-Look) präsentiert sich mit dem heutigen Release als eine kaltblütige Untergrund-Armee aus der beklemmenden Schattenwelt Westdeutschlands. Bedrohliche Albtraum-Streicher, gruselige Psycho-Pianos und unheilverkündendes Trommelschlagwerk – der Uzi Mob will Angst einjagen und battlet dafür alles sowie jeden bis ins Grab. Natürlich könnte man sich jetzt über die recht starke Einflussnahme eines jungen Kool Savas auf die Rap-Performance von James Jencon, Yaesyaoh und Luis Lone brüskieren, sich aber auch daran erfreuen, wie selbstbewusst hier Three 6-Anleihen mit Westberlin kombiniert wird. Genaueres überlassen wir #ttw-Kolumnist Fionn Birr am Sonntag. Splatter-Rap? Trap? Cloud Core? Memphis liegt in NRW.