3 Feet High: Unsere Highlights beim CTM-Festival 2017 – mit Tommy Genesis, Princess Nokia uvm.

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Wetterbedingtes Gefühlschaos hin oder her: In der Zeit von 27. Januar bis zum 5. Februar stehen nur drei Emotionen im Mittelpunkt: Fear, Anger und Love – die Motto-Emotionen des diesjährigen CTM Festival. Ein Festival für alle Digital-Fetischisten, Kunst-Brains und Wertschätzer experimenteller Musik. Und ja, auch für alle HipHop-Heads ist auch wieder was dabei.

Ein Festival ohne grölenden, stinkende Zeltnachbarn, ohne Rückenschmerzen, die einen wochenlang mit Senioren-Vibes erfüllen und kein existenzkritischer Rauschzustand irgendwo zwischen „ich kann nicht mehr!“ und „Bringt mir den Trichter!“ Ein Festival, das sich der besonnen Kunst bedient – zumindest teilweise. Denn neben Ausstellungen und Kunstinstallationen, gibt’s beim CTM auch mächtig Partypotential. Alles im Rahmen der experimentellen Musik, Kunst und jeglichen Zwischensphären – zeitgeistig und zukünftig. Man sollte auf alle Fälle durchs gesamte Programm stöbern.

Für alle HipHop-affinen Menschen unter uns, haben wir uns die Mühe gemacht und euch die drei Rap-Lover-Events rausgesucht.

Im Prince Charles gibt’s am 28.1. einen Mix aus Bass-getrieben Sound von Trap über Grime zu Real-Rap und einen kurze Abstecher in Techno-Gefilde. Dafür sind unter anderem Traxman, Mr. Mitch und Sami Baha zuständig.

Am 2.2. wird die Panorama Bar über dem Berghain zu einem Mode-Musik-Melting-Pot: Virgil Abloh ist Fashion-Gott bei Off-White und style-technisch Kanyes rechte Hand, weiß sich aber auch hinter den Decks zu behaupten. Mit einem Mix aus Four-To-The-Floor-House, HipHop und Techno ist er wohl einer der stilsichersten DJs since ever. Dazu gesellt sich neben Mechatok und Endgame auch Berlin-Based Mobilegirl, die jegliche 90s-R&B-Klassiker á la TLC und J-Lo zu futuristischen, afrokaribischen Dance-Tracks macht. Harte Beats und Reggaeton-Trance-Vibes sind also garantiert.

Am 4.2. folgt dann gebündelte #girlboss-Power: Anti-rassistische, anti-sexistische und eigentlich anti-alles-menschenfeindliche Raps von Princess Nokia und Tommy Genesis im Yaam. Nokia schlug mit „Tomboy“ gegen geschlechterspezifische Denkweisen und ließ uns mit guten Gewissen mit unseren kleinen Brüsten und dicken Bäuchen wackeln. Ihr Mixtape „1992“ steht als dominanter Seitenhieb an der Kriegsfront gegen Intoleranz und Sexismus. Mit an dieser Front kämpft Tommy als Underground-Rap-Queen/Misfit/Künstlerin und Teil von Fathers Awful Records. Seit ihrem Album „World Vision“ ist sie aus der Nischen-Disziplin des Art-Rap nicht mehr wegzudenken. Also stellt euch auf eine gehörige Portion Frauenpower ein. Stellt euch am besten einfach auf intensive musikalische Erfahrungen ein, denn das CTM Festival könnte zu einem Jahres-Highlight werden.

Die Dates im Überblick:

28.1. – Sami Baha, Mr. Mitch, Traxman uvm. – Prince Charles, Berlin
2.2. – Virgil Abloh, mobilegirl uvm. – Panorama Bar/Berghain, Berlin
4.2. – Princess Nokia, Tommy Genesis uvm. – Yaam, Berlin