Nackte Melancholie: Bausa und die „Stripperin“

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„Keiner kann verstehen, wie sie’s ihr geht, wenn sie sich da oben dreht – GoGo/Keiner kann sehen, wie sie lebt Mitten in diesem Elend – GoGo“. Auf der mittlerweile vierten Auskopplung zu „Dreifarbenhaus“ schreibt Bausa eine melancholische Ode an die „Königin der Nacht“ – und leitet damit nebenbei den musikalischen Sommer ein.

„Striptease bedeutet Modell-Stehen für Leute, die keine Maler sind.“, soll die US-amerikanische Komikerlegende Jerry Lewis einmal gesagt haben. Der tänzerische Balance-Akt zwischen Anmut und Anbiedern wird in kaum einem Job so offensichtlich, wie bei Strippern. Nebst der Frage, ob es sich hierbei um einen weiteren Auswuchs kapitalistischer Ausbeutung und Erniedrigung oder eben doch kontroverser Performance-Kunst handelt, schwingt auch immer ein Hauch des Geheimnisvollen in diesem Beruf. Auf seinem neuen Tune „Stripper“, einem leichtfüßigen Latino-Trap-Gerät aus den Musikmaschinen von Sott & Veteran & Zeeko, singsangt Bausa darum mal behutsam, mal imperativ, aber vor allem verdammt eingängig über seine Bewunderung für das Wesen und Leben von Stripteasetänzerinnen. Sein Album „Dreifarbenhaus“ ist für den 21. April angekündigt. Good Looking!